Berlin – Auf der 144. Hauptversammlung hat der Marburger Bund mit einer eindringlichen Forderung für Aufsehen gesorgt: eine Widerspruchslösung bei der Organspende. „Dies könnte der Schlüssel sein, um das Leid vieler zu lindern“, erklärten die Delegierten. Ab sofort sollten alle Erwachsenen als potenzielle Organspender gelten, es sei denn, sie haben zu Lebzeiten aktiv Widerspruch eingelegt. Ein mutiger Schritt in eine neue Ära der Organspende!
Die Delegierten betonen die Dringlichkeit: „Die Widerspruchslösung zwingt jeden einwilligungsfähigen Bürger, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen.“ Diese Regelung könnte nicht nur zu mehr Aufklärung führen, sondern auch das Bewusstsein für die eigene Entscheidung schärfen. Aktuell stagniert die Anzahl der Organspenden in Deutschland auf einem alarmierend niedrigen Niveau. Der Marburger Bund weist darauf hin, dass Deutschland, als Mitglied des Eurotransplant-Verbundes, zunehmend auf Spenden aus dem europäischen Ausland angewiesen ist — ein Zustand, der so nicht weiter bestehen kann!
Dringende Aufklärung notwendig
Eine erschreckende Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2022 zeigt: Über die Hälfte der Befragten hat entweder keine Entscheidung zur Organspende getroffen oder diese nicht festgehalten. Im tragischen Fall eines Hirntods müssten dann die Angehörigen entscheiden, was den mutmaßlichen Willen des Betroffenen angeht. „Es ist höchste Zeit, dass wir diesem Dilemma ein Ende setzen und Verantwortung übernehmen!“, so die Mahnung der Vereinsmitglieder.