Strehla. Eltern in Strehla schlagen Alarm! Mit einem beeindruckenden Ordner voller 2.112 Unterschriften haben Yvonne Martiniak und ihre Mitstreiterinnen das Rathaus gestürmt, um auf den katastrophalen Lehrermangel an der örtlichen Oberschule aufmerksam zu machen. Die Petition, die nur eine Woche lang in Geschäften auslag, fordert dringende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.

Die Lage ist dramatisch: Seit Jahren wird über das Problem diskutiert, doch echte Lösungen blieben aus. Bereits vor vier Jahren besuchten Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bildungsminister Christian Piwarz die Schule, doch seither hat sich die Lage eher verschlechtert. Fachunterricht wird nur noch sporadisch angeboten – Englisch beispielsweise nur noch zwei Stunden pro Woche statt der vorgesehenen fünf. Die Schüler sind frustriert und die Eltern in Sorge.

Fünf Wochen ohne Geschichtsunterricht

Die Situation eskalierte vor den Herbstferien, als zusätzlich zu fünf fehlenden Lehrern weitere fünf krank gemeldet wurden. Ganze Klassen blieben ohne Unterricht und mussten auf häusliches Lernen umschwenken. „Unsere Kinder haben auch das Recht auf Bildung“, sagt Iris Jähnig verzweifelt. Hausaufgaben gibt es kaum noch, da die verbliebenen Lehrer überlastet sind. Der Druck auf die Schüler wächst, und das Gefühl der Panik macht sich breit.

Der Bürgermeister von Strehla, Jörg Jeromin, unterstützt die Eltern und kritisiert die Untätigkeit in den letzten Jahren. „Viele Eltern haben die Sorge, dass ihre Kinder auf der Strecke bleiben“, erklärt er. Der Stadtrat hat den Eltern den Rücken gestärkt und Lösungen gefordert, darunter die schnelle Einstellung von Vertretungslehrern. Trotz der Herausforderungen bleibt die Hoffnung auf Veränderung, und die Petition wird nun an die zuständigen Behörden weitergeleitet.