Ein dramatischer Entscheid ist gefallen: Das Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) hat soeben das Aus für das geplante Seniorenwohnstift in Ambach verkündet! Vorstandsvorsitzender Johannes Rückert ließ am 27. September die Bombe platzen, nachdem die Risikoeinschätzungen lang und gründlich durchgeführt wurden. „Wir halten das Risiko, mit diesem Projekt zu scheitern, für zu groß, um es tragen zu können“, so Rückert. Der Bau, der noch vor wenigen Monaten eine sichere Sache schien, könnte das gesamte Finanzgefüge des KWA ins Wanken bringen.
Die Entscheidung beruht auf zwei ernsten Gutachten, die das KWA in Auftrag gegeben hatte. Eine Analyse von Interbrand mostra in der Preisbereitschaft der Zielgruppe und die Untersuchung des Münchner Architekturbüros Henn offenbarten alarmierende Kostensteigerungen. Doch das ist nicht alles: Mit nur 79 Wohnungen war das Projekt zu klein, um wirtschaftlich zu rentieren. „Das reicht nicht für die vollwertigen Nebenflächen,“ erklärte Rückert und sorgte damit für große Unruhe in der Münsinger Kommunalpolitik. Bürgermeister Michael Grasl zeigte sich enttäuscht und sprach von einer „großen Ernüchterung“ in der Gemeinde.
Kritik und neue Perspektiven
Während die Enttäuschung unter den Entscheidungsträgern greifbar ist, sieht eine Fraktion das Ende des Vorhabens als „gute Nachricht für Ambach“. Matthias Richter-Turtur von den Grünen war der Ansicht, dass das Projekt hier von Anfang an ungünstig war. Die Unterstützung des KWA schien auf einmal wie ein Schuss in den Ofen zu sein. Die kritischen Stimmen werden lauter: Der Ostuferschutzverband (OSV) fordert nun die Gemeinde auf, eigene Konzepte zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Ambacher Bürger Rechnung tragen.
Inzwischen hat die Gemeinde seit Jahren ein offizielles Interesse an Tagespflege-Einrichtungen gezeigt, doch durch den Einstieg des KWA wurde das Thema vorerst auf Eis gelegt. Die betroffenen Bürgermeister und Ratsmitglieder sind gefordert, Lösungen zu finden, um das leerstehende Grundstück sinnvoll zu nutzen und die Bedürfnisse der Senioren in der Region dennoch zu berücksichtigen. Tägliche Herausforderungen und rechtliche Hürden stehen knallhart im Raum; die Entwicklung wird mit Spannung verfolgt – in Ambach bleibt keiner unberührt von dieser Wendung!