Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland einen Rückgang der Treibhausgasemissionen um 1,5 Prozent auf 640 Millionen Tonnen CO₂, was [oekonews] berichtet, dem niedrigsten Wert seit Jahren entspricht. Obwohl dieser Rückgang im Vergleich zu 2024 weniger stark ausfiel, erfüllte Deutschland sein nationales Emissionsziel für 2025 und erreichte damit einen Wert, der 49 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegt. Diese Ersparnisse sind jedoch hauptsächlich das Resultat einer schwächelnden Industrieproduktion und einer Rekordproduktion von Solarenergie.
Die Entwicklungen in den verschiedenen Sektoren zeigen jedoch besorgniserregende Trends. Während die Industrie mit einem Rückgang der Emissionen um elf Millionen Tonnen aufwartete, war der Anstieg im Verkehr und Gebäudebereich deutlich: Die Emissionen in den Gebäuden stiegen um 3 Millionen Tonnen, während der Verkehr 2 Millionen Tonnen mehr ausstieß als im Vorjahr. Diese negativen Entwicklungen deuten darauf hin, dass Deutschland die europäischen Klimavorgaben in diesen Bereichen verfehlt hat, was bis zu 34 Milliarden Euro Zusatzkosten bis 2030 nach sich ziehen könnte.
Die Rolle der erneuerbaren Energien
Trotz der besorgniserregenden Bilanz gibt es positive Aspekte, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien. Im Jahr 2025 stiegen deren Anteil am Stromverbrauch auf 55,3 Prozent. Solarenergie avancierte zur zweitwichtigsten Stromquelle, die erstmals mehr Strom lieferte als der kombinierte Output aus Steinkohle, Braunkohle und Gas. Dies vermeldet auch [dw.com].
Außerdem wurden im Jahr 2025 mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft, mit etwa 300.000 Stück. Die Verkäufe von Elektroautos stiegen ebenfalls und erreichten einen Marktanteil von knapp 20 Prozent bei den Neuzulassungen. Dennoch bleibt die Elektrifizierung im Wärme- und Verkehrssektor insgesamt langsam.
Politik und Zukunftsperspektiven
Um das Klimaziel von 2030 zu erreichen, fordert die Agora Energiewende die Bundesregierung zu zielgerichteten politischen Maßnahmen auf. Dazu gehören attraktive Strompreise, ein verlässlicher CO₂-Preispfad und die Förderung klimafreundlicher Technologien. Ab 2026 müsse Deutschland jährlich viermal so viele Emissionen einsparen wie 2025, um die erforderlichen Fortschritte zu erzielen, warnt [agora-energiewende].
Auf der Weltklimakonferenz COP30 konnte kein Konsens über spezifische Fahrpläne für den Ausstieg aus fossilen Energien erreicht werden. Diese Entwicklungen werfen einen Schatten auf die deutsche Klimaschutzstrategie, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren und bis 2045 auf Netto-Null zu gelangen.