Meera, eine weniger als zwei Jahre alte Katze, hat kürzlich in letzter Minute das Leben gerettet bekommen. Die kleine Katze war trächtig und erlitt plötzliche starke innere Blutungen in der Gebärmutter, die eine Notoperation erforderlich machten. Eine Bluttransfusion sowie die medizinische Expertise des Wiener Tierschutzvereins halfen, Meera in dieser kritischen Situation zu stabilisieren. Die Kosten für ihre Behandlung übernahm der Verein, nachdem eine Euthanasie zunächst im Raum stand, da viele Tiere aufgrund finanzieller Mittel eingeschläfert werden, obwohl sie behandelbar sind, erklärte der Tierheimleiter Stephan Scheidl.5min berichtet.
Leider konnten die ungeborenen Kitten von Meera nicht gerettet werden. Trotz dieser Tragödie ist Meera nun auf dem Weg der Besserung und wird engmaschig überwacht. Nach ihrer Stabilisierung wird sie ins Tierschutzhaus Vösendorf übersiedeln, um weiter aufgepäppelt zu werden. Eine vollständige Genesung ist Voraussetzung, bevor sie in ein neues Zuhause vermittelt werden kann. Der Wiener Tierschutzverein hat auch einen Appell an Katzenhalter gerichtet, die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen ernst zu nehmen, um ähnliche Situationen in der Zukunft zu verhindern und das Leid der Tiere zu minimieren.Der Deutsche Tierschutzbund hebt hervor, dass Millionen Straßenkatzen in Deutschland von nicht kastrierten Haustieren abstammen und die Kastration ein notwendiger Schritt zur Reduktion des Katzenleids ist.
Die Rolle der Kastration im Tierschutz
Kastration ist ein einfacher Routineeingriff, der sowohl für weibliche als auch für männliche Katzen empfohlen wird. Unkastrierte Katzen tragen erheblich zur Vermehrung von Straßenkatzen bei, was zu leidenden Kitten führt, die ohne menschliche Hilfe aufwachsen müssen. Laut der Studie des Deutschen Tierschutzbundes sind in Deutschland im Schnitt 10% der Katzen nicht kastriert. Hierbei kommen zahlreiche Vorurteile und Ängste mancher Halter vor, die eine Kastration behindern. Kastrierte Katzen zeigen ein ausgeglicheneres Wesen, haben ein geringeres Risiko für hormonabhängige Erkrankungen und reduzieren die Zahl der Verletzungen bei Kämpfen.Jetzt Katzen helfen hebt in einem kürzlich veröffentlichten Bericht hervor, dass emotionale Bindung zu Haustieren und die Verantwortung der Katzenbesitzer von großer Bedeutung sind.
Insgesamt sind die Kastrationskosten in Deutschland zwischen 150 und 300 Euro, was im Vergleich zu den Kosten der Versorgung unerwünschten Nachwuchses relativ gering ist. Tierheime entlasten, indem sie oft bereits kastrierte Katzen zur Vermittlung anbieten. Ein ganzheitlicher Ansatz zur Lösung des Problems wird von verschiedenen Tierschutzorganisationen gefordert, da Kastration und verantwortungsbewusste Tierhaltung Hand in Hand gehen müssen, um das Schrecken und Leid der Straßenkatzen effektiv anzugehen.