Justizwachebeamter verurteilt: Nötigung von Insassinnen aufgedeckt!

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Justizwachebeamter wegen Nötigung von Insassinnen verurteilt: Bedingte Haft für sexuelle Übergriffe in Therapieeinrichtung.

Justizwachebeamter wegen Nötigung von Insassinnen verurteilt: Bedingte Haft für sexuelle Übergriffe in Therapieeinrichtung.
Justizwachebeamter wegen Nötigung von Insassinnen verurteilt: Bedingte Haft für sexuelle Übergriffe in Therapieeinrichtung.

Justizwachebeamter verurteilt: Nötigung von Insassinnen aufgedeckt!

Im aktuellen Fall eines Justizwachebeamten, der wegen Nötigung von weiblichen Insassen eines forensisch-therapeutischen Zentrums angeklagt wurde, bestätigte das Gericht ein Urteil über fünf Monate bedingte Haft. Der Angeklagte soll mit einer in der Einrichtung untergebrachten Frau sexuelle Beziehungen gehabt haben. Zusätzlich wird ihm vorgeworfen, eine andere Insassin geküsst und beim Duschen beobachtet zu haben. Nach den Vorfällen habe er den Frauen geraten, nichts zu erzählen, was das Gericht als Nötigung wertete. Die Berichterstattung von exxpress hebt hervor, dass der erste Vorfall in einer Außenstelle der Anstalt passierte. Die Staatsanwaltschaft sah ihn als Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses, konnte diesen jedoch nicht nachweisen, da die betroffene Frau nicht aus Angst vor Repressalien handelte.

Der zweite Vorwurf bezieht sich auf eine zweite Untergebrachte, die im März 2023 belästigt worden sein soll. Auch in diesem Fall habe der Beamte intim angegriffene Maßnahmen ergriffen und angedeutet, dass sie niemandem von den Vorfällen erzählen dürfe. Das Gericht sah diesen Vorfall ebenfalls als Nötigung an, was zur Verurteilung des Angeklagten führte. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Verteidigung äußerten sich zu dem Fall.

Missbrauch in der Therapie

Die Ausnutzung von Machtverhältnissen in therapeutischen Beziehungen ist ein ernstes Problem, das sich in verschiedenen Kontexten zeigt. Laut Wikipedia wird Missbrauch in der Psychotherapie als eine Form der Ausnutzung seitens des Therapeuten beschrieben, die gegen ethische Grundsätze verstößt. Die Beziehung sollte auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet sein, jedoch kann es durch unbewusste Beziehungsmuster zur Idealisierung und damit zur Abhängigkeit kommen.

Segmente des Missbrauchs in der Psychotherapie umfassen emotionalen und sexuellen Missbrauch, die oft zur Schädigung der Therapie beitragen. Der Machtmissbrauch in der Therapie kann für die Betroffenen gravierende Folgen haben, wie Schuldgefühle, Stimmungsschwankungen und Identitätsprobleme. Untersuchungen zeigen, dass jährlich in Deutschland zwischen 300 und 600 sexuelle Übergriffe in der Psychotherapie stattfinden, was die obligatorische Aus- und Weiterbildung von Psychotherapeuten in den Fokus rückt.

Kontext und Unterstützung für Betroffene

Berichte über Grenzverletzungen durch Therapeuten sind nicht neu; beispielsweise fanden Testpersonen oft Gefallen an der vermeintlichen Zuwendung, bis sie schließlich übergriffige Grenzen seitens ihres Therapeuten erlebten. Ein prominentes Beispiel ist Natalja, die von ihrem Therapeuten durch private Nachrichten und andere als unangemessen empfundene Handlungen belästigt wurde, was schließlich zu einem physischen Übergriff führte. Diese Vorfälle deuten auf ein verbreitetes Problem hin, welches auch in der Berichterstattung der Tagesschau thematisiert wird.

Der Ethikverein merkt an, dass nicht nur emotionale, sondern auch sexuelle Grenzverletzungen eine häufige Erscheinung in der Therapie sind. Zudem fordern viele Experten mehr spezielle Anlaufstellen für Betroffene, da viele durch solche Erfahrungen oft Schwierigkeiten haben, sich neuen Behandlern zu öffnen. Die Problematik des Missbrauchs in der Therapie ist komplex und fordert eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung, um Verbesserung in den ethischen Standards und der Unterstützung von Betroffenen zu erreichen.