Am 21. Jänner 2026 startet Ikea mit einem neuartigen Stromtarif, der die etablierten Energieversorger herausfordert. Nach Informationen von exxpress.at zahlen Kunden nicht mehr einen festen Arbeitspreis, sondern den variierenden Börsenpreis für Strom, der alle 15 Minuten aktualisiert wird. Diese innovativen Konditionen, die bisher ausschließlich großen Abnehmern vorbehalten waren, sind nun auch für normale Haushalte zugänglich. In Zeiten günstiger Tarife können stromintensive Geräte effizient genutzt werden.
Die monatliche Grundgebühr für diesen Tarif beginnt bei 5,95 Euro. Ein Single-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 1.600 kWh könnte laut exxpress.at rund 167 Euro jährlich sparen. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit E-Auto, der 7.000 kWh verbraucht, beläuft sich die mögliche Einsparung sogar auf bis zu 830 Euro pro Jahr, basierend auf einem Vergleich mit einem herkömmlichen Tarif in Köln.
Die Grundlagen der Dynamischen Tarife
Der neue Tarif ist vor allem auf die steigende Nachfrage nach dynamischen Stromtarifen ausgerichtet, ein Konzept, das bis 2025 auch von allen großen Unternehmen in Deutschland angeboten werden muss. Dies wird durch gesetzliche Regelungen unterstützt, die die Installation intelligenter Stromzähler (Smart Meter) voraussetzen. Ikea bietet den kostenlosen Einbau solcher Zähler an, um den Einstieg in die dynamische Preisgestaltung zu erleichtern. Doch auch ohne Zusatzgeräte kann der Tarif genutzt werden.
Die Strompreise werden am Vortag, etwa um 14 Uhr, festgelegt und sind über eine App transparent einsehbar. Besonders in Zeiten von Preisspitzen, wie in den Morgen- und Abendstunden, profitieren Kunden von der Möglichkeit, ihren Verbrauch flexibel zu steuern. Dies wird durch einen Trend unterstützt, bei dem Wärmepumpen und andere stromintensive Geräte zu Zeiten mit niedrigeren Preisen betrieben werden, wie in einem Bericht von bauredakteur.de erläutert.
Chance und Risiko der Tarifnutzung
Die Nutzung dieser dynamischen Tarife birgt jedoch auch Risiken. Wer es versäumt, seinen Stromverbrauch gezielt in günstige Zeitfenster zu verlagern, könnte am Ende mehr zahlen als bei klassischen Tarifen. Dieses Potenzial für Einsparungen ist auch der Grund, warum energetische Planungswerkzeuge, wie sie durch bauredakteur.de beschrieben werden, immer wichtiger werden. Ab 2026 wird es für Hausbesitzer vorteilhaft sein, ihren Verbrauch zeitlich zu planen.
Vorbereitungen wie das Verschieben des Stromverbrauchs in günstige Stunden oder die Nutzung von Batteriespeichern könnten signifikante Kosteneinsparungen ermöglichen. Schon jetzt ist ein Interesse an dynamischen Tarifen klar erkennbar, da Verbraucher sich zunehmend für zeitweilig auftretende Negativpreise interessieren, wie wiwo.de berichtet.
Der innovative Ansatz von Ikea könnte somit als Vorbild für weitere Versorger dienen, während die Digitalisierung des Strommarktes voranschreitet. Verbraucher sind aufgerufen, sich über die neuen Möglichkeiten zu informieren und aktiv zu entscheiden, wie und wann sie ihren Stromverbrauch steuern wollen.