Die Gefahren von Lithium-Ionen-Batterien haben erneut für Besorgnis gesorgt, nachdem ein Hund in Ottawa eine Explosion ausgelöst hat, die in einem Hausbrand endete. Die Feuerwehr von Ottawa veröffentlichte Bilder des Vorfalls, bei dem am 8. Jänner ein beheizter Handschuh, der eine Lithium-Batterie enthielt, die Hauptursache war. Der Hund hatte auf den Handschuh gekaut, was zu einer Überhitzung und schließlich zu einem Feuer führte.

Ein Video zeigt den Hund, der während er auf dem Sofa liegt, auf dem beheizten Handschuh kaut. Kurz darauf beginnt der Handschuh zu qualmen. Der Hund flüchtet, jedoch steht nur kurze Zeit später ein Teil des Handgelenks und der Couchdecke in Flammen. Der Hausbesitzer bemerkte den Brand dank seiner Überwachungskamera und informierte die Feuerwehr. Experten weisen darauf hin, dass Lithium-Ionen-Batterien ein erhebliches Brandrisiko darstellen, insbesondere wenn sie beschädigt sind oder unsachgemäß genutzt werden. Die Feuerwehr hat deshalb die Bewohner aufgefordert, solche Batterien sicher aufzubewahren und korrekt zu entsorgen, wenn sie beschädigt erscheinen.

Vorfall in Nordkarolina

Dieser Vorfall ist nicht der erste seiner Art. Bereits im Oktober 2025 musste die Feuerwehr von Chapel Hill, North Carolina, eingreifen, als ein Hund ebenfalls eine Lithium-Ionen-Batterie anknabberte, die dadurch überhitzte und Feuer fing. Glücklicherweise gab es bei diesem Vorfall keine Verletzten und die gesamte Familie sowie der Hund überlebten unversehrt. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen, bevor es zu größeren Schäden kam.

  • Pet-related Brände: Laut der National Fire Protection Association (NFPA) verursachen Haustiere in den USA nahezu 1.000 Hausbrände jährlich.
  • Brandursachen: Haustiere können durch Umstoßen von Kerzen oder Lampen, Kauen auf elektrischen Kabeln oder Batterien sowie versehentliches Einschalten von Herdplatten Feuer verursachen.
  • Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen: Batterien sollten stets sicher und außerhalb der Reichweite von Haustieren und Kindern aufbewahrt werden. Beschädigte Batterien sind ordnungsgemäß zu entsorgen.

Steigende Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus

Die Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus sind nicht auf Nordamerika beschränkt. In Deutschland wurden im Jahr 2023 über 500 Vorfälle mit brennenden Lithium-Ionen-Akkus registriert, wobei diese Batterien für 20% der durch Elektrizität verursachten Brände verantwortlich sind. Ein Beispiel aus Tulsa, Oklahoma, zeigt das Risiko ebenfalls: Ein Hund biss auf eine Powerbank, was die Ursache eines Hausbrandes war.

Experten empfehlen, einige grundlegende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Brände zu vermeiden. Dazu zählt, dass Akkus nur mit empfohlenen Ladegeräten aufgeladen werden sollten, sie während des Ladevorgangs nicht unbeaufsichtigt bleiben und regelmäßig auf Schäden überprüft werden.

Um die Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Batterien zu minimieren, sollte auch beachtet werden, wie sie gelagert werden. Es wird empfohlen, sie bei einem Ladezustand von 50-70% und Zimmertemperatur aufzubewahren. Bei einem Feuer ist es am besten, die betroffene Batterie ins Freie zu bringen, wobei eine chemische Schutzvorkehrung zu beachten ist. Die Feuerwehr sollte umgehend informiert werden, und das Löschen mit Wasser ist nicht geeignet; besser sind Sand oder spezielle Lithium-Feuerlöscher.

Ob in Kanada oder den USA, die Gefahren von Lithium-Ionen-Batterien und ihre potenziellen Brandfolgen sollten ernst genommen werden. Ein sicherer Umgang mit diesen technischen Geräten ist unerlässlich, um katastrophale Folgen zu vermeiden.

Weitere Informationen zu den Vorfällen und Sicherheitsmaßnahmen finden Sie auf Kurier, CTIF und t3n.