Nienburg. Die HSG Nienburg hat erneut eine Niederlage in der Handball-Regionalliga hinnehmen müssen, was die aktuelle Krise des Teams weiter verschärft. Dieses Mal unterlagen die „Meerbachspatzen“ dem VfL Fredenbeck mit 30:37, was bereits die vierte Pleite in Folge darstellt. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass es sich um die dritte deutliche Niederlage hintereinander handelt.
Der entscheidende Moment des Spiels kam schnell: Nachdem die Nienburger zunächst bis zum 4:4 gut mithalten konnten, gelang es den Gästen, sich entscheidend abzusetzen. Jan Möller zeigte sich in glänzender Form und trug mit drei aufeinanderfolgenden Treffern dazu bei, dass der VfL Fredenbeck in der 20. Minute mit 10:6 in Führung ging. Dieser Vorsprung baute sich bis zur Halbzeitpause auf 17:12 aus und setzte dem Selbstbewusstsein der Nienburger zusätzliche Grenzen.
Ein schwacher Auftritt nach der Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel war von der zuvor gezeigten Leistung der Nienburger wenig übrig. Die Abwehr wirkte löchrig, und im Angriff schlichen sich immer mehr einfache Fehler ein. In Konsequenz dessen zog Fredenbeck auf neun Tore davon (27:18 in der 41. Minute). Trotz eines späten Aufbäumens der Hausherren, das zu einer leichten Reduzierung des Rückstands führte, war der Sieg der Gäste nie in Gefahr.
Besonders im Fokus stand auch Nachwuchs-Keeper Julius Pulina, der als Ersatztorhüter eingesetzt wurde und die Gelegenheit bekam, wertvolle Erfahrungen auf Regionalliga-Niveau zu sammeln. Dies war jedoch für die Nienburger nur ein kleiner Lichtblick in einer insgesamt ernüchternden Darstellung.
Coach Tobias Naumann war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Wir kommen eigentlich gut rein, erlauben uns dann aber zu viele Fehler. Nach der Pause treten wir desaströs auf – dann war Fredenbeck weg. Insgesamt bringen wir momentan einfach nicht unser Können auf die Platte.“ Diese Aussagen verdeutlichen die drängenden Probleme, mit denen das Team konfrontiert wird, und die Notwendigkeit eines grundlegenden Umdenkens.
- HSG Nienburg: L. Meierhans, Buschhorn, Pulina – Fiebiger 2, Grabisch 5, Bergmann 1, Hain 2, Kühlcke 4, Niemeyer, Hildebrandt 2, Borowski 2, Kählke 5/2, C. Meierhans 2, Päßler 2, Kock 2
- Siebenmeter: 2/2 – 3/5
- Zeitstrafen: 2 (Finn Kühlcke, Conrad Meierhans) – 4
- Spielfilm: 4:4, 4:8, 8:12, 12:17 (30.), 12:24, 19:28, 24:30, 28:33, 30:37 (60.)
Quelle: Philipp Kessler
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