Am Sonntag, dem 19. Jänner 2026, ereignete sich in Spanien ein verheerendes Zugunglück, das mindestens 24 Menschen das Leben kostete und zahlreiche Verletzte forderte. Der Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia entgleiste in der Nähe von Adamuz in der Provinz Córdoba, als er mit einer Geschwindigkeit von geschätzten 300 km/h unterwegs war. Der Verkehrsminister Óscar Puente berichtete von einem heftigen Aufprall, der die vorderen Wagen des RENFE-Hochgeschwindigkeitszuges, der mit etwa 200 Passagieren nach Huelva fuhr, aus den Gleisen schleuderte. Diese Wagen stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter und wurden fast vollständig zerstört.

Bereits am Abend des Unfalls liefen die Rettungs- und Räumungsarbeiten ununterbrochen, da die Einsatzkräfte mit einem Trümmerfeld aus Metall konfrontiert waren. Feuerwehrleiter Paco Carmona schilderte die Herausforderungen des Einsatzes, da das Gebiet schwer zugänglich war und die Zerstörung großflächig. Berichten zufolge war eines der Todesopfer der Lokführer des Iryo-Zuges. Unter den Fahrgästen befanden sich mehr als 300 Personen, die auf dem Weg von Málaga nach Madrid waren; viele von ihnen waren im Zug eingeschlossen, was die Rückholung erschwerte.

Hilfsmaßnahmen und Unterstützung

In den ersten Stunden nach dem Unglück wurden über 70 Verletzte in sechs verschiedene Krankenhäuser eingeliefert, einige benötigten sogar Notoperationen. Das Rote Kreuz leistete psychologische Betreuung für betroffene Passagiere und deren Angehörige. Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte schnelle Hilfe an und drückte sein Beileid aus. Die Identität und Herkunft der Opfer sind derzeit noch unklar, und die Identifizierung der verstorbenen Personen hat bereits begonnen.

Parallel zu diesem Unglück wurde in Deutschland ebenfalls ein Zugunglück gemeldet. Am 28. Juli 2025 entgleisten in Baden-Württemberg, nahe Riedlingen, mindestens zwei Waggons eines Regionalzuges (RE 55) auf der Strecke von Sigmaringen nach Ulm. In diesem Vorfall kamen drei Personen ums Leben, darunter der Lokführer und eine 70-jährige Mitreisende. Rund 41 weitere Personen erlitten Verletzungen, viele von ihnen schweren. Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz waren vor Ort, um die Situation zu bewältigen.

Ermittlungen und Sicherheitsvorkehrungen

Die Ursache für das Zugunglück in Spanien bleibt weiterhin unklar. Ingenieur Jorge Trigueros erklärte, dass ein Sicherheitsystem, das den Unfall möglicherweise hätte verhindern können, nicht richtig gegriffen habe. In Deutschland nimmt die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung Ermittlungen auf, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären, der möglicherweise durch einen Erdrutsch verursacht wurde. Der Bundeskanzler Friedrich Merz und der Verkehrsminister Patrick Schnieder haben ihre Unterstützung und ihr Mitgefühl für die betroffenen Angehörigen und Einsatzkräfte zum Ausdruck gebracht.

In Situationen wie diesen ist das Notfallmanagement der Deutschen Bahn AG gefragt, das sowohl Feuerwehr als auch Rettungsdienste und Notärzte bei Einsätzen an Eisenbahnstrecken unterstützt. Aufgrund der hohen Sicherheitsstandards gilt die Bahn als eines der sichersten Verkehrsmittel, wobei die meisten Unfälle durch externes Fehlverhalten verursacht werden. Ihre umfassende Planung und Unterstützung in Notfällen hat auch in den jüngsten Vorfällen große Bedeutung gezeigt.

Die tragischen Ereignisse der beiden Zugunglücke machen einmal mehr auf die Bedeutung von Sicherheit und Vorsorge im Bahnverkehr aufmerksam und fordern dazu auf, aus diesen Unglücken Lehren zu ziehen.