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Am 11. Januar 2025 hielt Dr. Dorothee Dill, Klinikdirektorin der Hautklinik der Märkischen Kliniken in Lüdenscheid, einen Vortrag an der UMCH-Universitätsmedizin Hamburg. Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf der „Externe Therapie bei Hauterkrankungen sowie bei gesunder Haut“ und richtete sich an ein vollbesetztes Auditorium.
In ihrem Vortrag vermittelte Dr. Dill praxisnahe Einblicke in die Anwendung und Wirkungsweise dermatologischer Präparate. Die Studierenden erhielten Informationen über den Aufbau der menschlichen Haut und die Ursachen von Juckreiz. Zudem wurden verschiedene Hauterkrankungen, wie Infektionen und chronische Entzündungen, umfassend behandelt.
Fachliche Einblicke und praktische Anwendungen
Anhand von Fallbeispielen erläuterte Dr. Dill, warum fetthaltige Salben bei frischen, nässenden Hautinfektionen, beispielsweise bei Windpocken, ungeeignet sind. Zudem stellte sie spezifische Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis vor. Um das Verständnis zu vertiefen, brachte Dr. Dill verschiedene dermatologische Präparate mit, die den Studierenden zur Verfügung standen. Diese konnten die Unterschiede in Konsistenz und Fettgehalt der Präparate spüren und deren Wirkung auf der Haut direkt erleben. Der Austausch der Teilnehmenden über ihre Eindrücke verdeutlichte zudem die individuelle Hautwahrnehmung und -beschaffenheit.
Zusätzlich zur praktischen Schulung wird die Behandlung von Schuppenflechte in Kliniken seit vielen Jahren mittels Lasertherapie angewandt, wie Hansa Klinik berichtet. Dabei kommt das Excimer-Laser-System zur Anwendung, das eine punktuelle Bestrahlung der betroffenen Hautareale mit UVB-Licht ermöglicht. Diese Methode zeigt sich als besonders wirksam zur Abheilung entzündeter Flecken, wobei in der Regel mehrere Sitzungen notwendig sind.
Die Kombination von Lichttherapie mit Salztherapie, die salzhaltiges Wasser nutzt, hat ebenfalls positive Effekte auf die Behandlung von Schuppenflechte. Diese kombinierte Therapie gilt in bestimmten Krankheitsfällen als besonders wirksam. Es ist jedoch zu beachten, dass Schuppenflechte nicht heilbar ist; nach mehreren Monaten kann ein erneuter Ausbruch auftreten. Eine zeitnahe Behandlung dieser Ausbrüche kann jedoch dazu beitragen, eine starke Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.
- Übermittelt durch West-Ost-Medien
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