In den letzten Tagen wurden mehrere Haushalte in Niedersachsen und Hamburg durch vermeintliche DHL-Abholzettel mit QR-Codes alarmiert. Diese Karten suggerieren, dass Paketzustellungen gescheitert sind. Die Polizeibehörden äußerten zunächst den Verdacht auf einen Betrugsversuch, da manipulierte QR-Codes möglicherweise persönliche Daten abgreifen oder die Empfänger auf kostenpflichtige Hotlines locken könnten. Laut exxpress.at hat die DHL jedoch klargestellt, dass es sich bei den Benachrichtigungen um legitime Karten aus dem DHL-Express-Bereich handelt, die keine Fälschungen darstellen.

Die Verwirrung um die Abholzettel sorgte für Unsicherheit unter den Bürgern, da die Polizei keinen systematischen Betrug nachweisen konnte. Trotz der Neubewertung bleibt die Polizei in Warnhaltung, insbesondere wegen der wachsenden Fälle von „Quishing“ – einer Betrugsmasche, die über QR-Codes funktioniert. In einigen Regionen wurden auch gefälschte Flyer verteilt, die echten Zustellkarten ähnlich sehen, jedoch mit betrügerischen Absichten.

Ermittlungen und öffentliche Warnungen

Die Polizei in Niedersachsen und Hamburg warnte explizit vor den gefälschten DHL-Abholzetteln, die als echt identifiziert wurden. Besonders im Landkreis Aurich wurden solche Abholzettel in privaten Briefkästen gefunden. Obgleich die Karten mit dem DHL-Logo und QR-Code sehr authentisch wirken, stellte die DHL fest, dass diese Benachrichtigungen tatsächlich original sind und keine sensiblen persönlichen Daten abfragen. Der QR-Code führt lediglich zu offiziellen Subdomains von dhl.com und dient der Sendungsverfolgung über einen Z-Code.

Obwohl die Polizei in Hamburg keine konkreten Betrugsfälle melden konnte, erhielten sie eine Vielzahl von Warnungen von besorgten Bürgern über soziale Netzwerke, besonders über WhatsApp. Dies verdeutlicht die Wichtigkeit der Sensibilisierung für solche Betrugsversuche und das notwendige Vorsichtsmaß während des Umgangs mit QR-Codes. Polizeibehörden raten dazu, die Schreibweise von Internetadressen genau zu überprüfen und sich nicht sofort von der Gestaltung der Seiten blenden zu lassen.

Ratschläge beim Umgang mit QR-Codes

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen bietet Unterstützung und Informationen im Umgang mit Betrugsversuchen über QR-Codes. Nutzer sollten darauf achten, QR-Codes nur aus seriösen Quellen zu scannen und im Zweifel auf die offizielle Website des Anbieters zu gehen, statt sich auf die Angaben auf verdächtigen Zetteln zu verlassen. Bei weiteren Fragen oder Bedenken zu möglichen Betrugsfällen kann eine kostenlose Beratung bei der Verbraucherzentrale in Anspruch genommen werden. Diese Schritte können helfen, sich vor den Gefahren des Quishings zu schützen und die eigene Datensicherheit zu gewährleisten. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale Niedersachsen.