Gewalt gegen Kinder: UN-Konferenz fordert sofortige Maßnahmen!
Die WHO warnt, dass drei von fünf Kindern weltweit zu Hause Gewalt erleben. Auf einer UN-Konferenz in Bogota wurden Maßnahmen beschlossen.
Gewalt gegen Kinder: UN-Konferenz fordert sofortige Maßnahmen!
Genf/Bogota – Eine schockierende Realität: Hunderte Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind Opfer von Gewalt! Laut den alarmierenden Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erleben mehr als eine Milliarde Minderjährige im Alter von 2 bis 17 Jahren jährlich Gewalt in ihren eigenen vier Wänden oder in der Schule. Körperliche Misshandlungen, Mobbing und sogar sexuelle Gewalt sind an der Tagesordnung. Diese erschreckenden Zahlen zeigen, dass drei von fünf Kindern körperliche Gewalt zu Hause erfahren, während jedes fünfte Mädchen und jeder siebte Junge sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind.
Die WHO warnt eindringlich vor den lebenslangen Folgen dieser Gewalt. Depressionen, Angstzustände und ein erhöhtes Risiko für Drogenmissbrauch sind nur einige der verheerenden Konsequenzen, die aus diesen Erfahrungen resultieren können. Schockierend ist auch, dass nur etwa die Hälfte der betroffenen Kinder über ihre Erlebnisse spricht, und weniger als zehn Prozent erhalten die dringend benötigte Hilfe. Viele Kinder erreichen aufgrund dieser traumatischen Erlebnisse nicht ihr volles Lernpotenzial in der Schule.
Globale Initiative gegen Gewalt
Auf der ersten UN-Konferenz zu Gewalt gegen Kinder in Bogota, Kolumbien, haben mehr als 100 Länder ihre Unterstützung zugesagt, um dieser schrecklichen Realität entgegenzuwirken. Die Regierungen planen, überforderte Eltern besser zu unterstützen, Schulprogramme gegen Mobbing und für gesundes Sozialverhalten einzuführen und das Heiratsalter anzuheben. Zudem wollen einige Länder das Schlagen von Kindern in Schulen und zu Hause generell verbieten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betont: „Obwohl Gewalt eigentlich vermeidbar ist, bleibt sie für Millionen von Kindern auf der ganzen Welt eine schreckliche tägliche Realität, die Narben hinterlässt, die Generationen überdauern.“