Gänsefleisch-Import bricht ein: 50% Rückgang in nur 10 Jahren!
Der Import von Gänsefleisch in Deutschland ist in den letzten zehn Jahren um 50,6 % gesunken. Hauptlieferländer sind Polen und Ungarn.
Gänsefleisch-Import bricht ein: 50% Rückgang in nur 10 Jahren!
WIESBADEN (ots)
Die Gans ist in Deutschland auf dem Rückzug! Trotz der Tradition des Gänsebratens zu Martinstag und während der festlichen Jahreszeit wird immer weniger Gänsefleisch aus dem Ausland importiert. Im Jahr 2023 erreichten die Importzahlen mit nur 12.100 Tonnen einen dramatischen Rückgang um 50,6 % im Vergleich zu den über 24.500 Tonnen, die noch im Jahr 2013 eingeführt wurden. Ein klares Signal, dass die Gans aus den Küchen der Nation verschwindet!
Traditionell stammen die meisten Gänseimporte aus osteuropäischen Ländern. Im aktuellen Jahr kamen beeindruckende 9.500 Tonnen, das sind 78,5 %, aus Polen, gefolgt von Ungarn, das 19,5 % oder fast 2.400 Tonnen lieferte. Aber auch die hiesige Produktion hinkt hinterher: Aus deutschen Schlachtungen wurden lediglich knapp 2.300 Tonnen Gänsefleisch gewonnen, was einem Rückgang um 18,3 % seit 2013 entspricht. Zuletzt betrug die erzeugte Menge im Jahr 2013 noch gut 2.800 Tonnen.
Gänsefleisch verliert an Bedeutung
Im Vergleich zu anderen Geflügelarten hat Gänsefleisch in den deutschen Küchen eine untergeordnete Rolle. Insgesamt wurden im Jahr 2023 dort 1,6 Millionen Tonnen Geflügelfleisch produziert, wobei der Anteil der Gänse ein bescheidenes 0,1 % ausmachte. Der große Anteil der Geflügelexporte entfällt auf Jungmasthühner mit 69,4 %, während Enten und Truthühner ebenfalls bedeutend höheren Anteil haben. Der Dezember bleibt der umsatzstärkste Monat für Gänsefleisch mit 42,7 % der gesamten Schlachtmenge.
Zusätzliche Daten und Informationen sind auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes verfügbar. Zudem steht eine neue Benutzeroberfläche in der GENESIS-Online-Datenbank bevor, die ab dem 5. November 2024 zur Verfügung steht und das Abrufen von Daten revolutionieren wird.