Die Stadt Frankfurt (Oder) hat in diesem Jahr bereits 44 Platzverweise ausgesprochen, weil Menschen gegen bestehende Alkoholverbotszonen verstoßen haben. Diese Maßnahme geht auf eine Allgemeinverfügung zurück, die im September eingeführt wurde, um die bereits bestehenden Verbotszonen in der Innenstadt auszuweiten. Oberbürgermeister René Wilke (parteilos) zeigt sich entschlossen, die Regelungen über das Jahresende hinaus zu verlängern. Dies könnte jedoch nur durch eine Zustimmung des Innenministeriums geschehen, da auch über mögliche Waffenverbotszonen und die Einführung von Videoüberwachung an bestimmten Orten diskutiert wird.
Die aktuellen Regelungen verbieten den Konsum von Alkohol und anderen berauschenden Substanzen außerhalb von Wohnungen sowie gastronomischen Einrichtungen. In der Regel wird auch der Besitz von alkoholischen Getränken in den betroffenen Bereichen unterbunden. Der wahre Grund für diese drastischen Maßnahmen scheint der Anstieg von Straftaten in den letzten Monaten zu sein, wie eine Sprecherin der Stadt berichtet. Im Lennépark und am Kaufland-Vorplatz wurden insgesamt 43 Platzverweise ausgesprochen und zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
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Situation in Nachbarstädten
In Cottbus wurde hingegen keineswegs das Bedürfnis für Alkoholverbotszonen erkannt. Laut städtischen Verantwortlichen sei die Lage ruhiger als in den Vorjahren, und deshalb sei kein Anlass für neue Einschränkungen gegeben. Vor einigen Jahren gab es an der Stadtpromenade temporäre Verbotszonen, aber in diesem Jahr scheint die Situation entspannt zu sein. Die Stadtverwaltung machte deutlich, dass, auch wenn Verbote nötig seien, diese stets auch kontrolliert werden müssen. Die Landeshauptstadt Potsdam hat ebenfalls keine Pläne für Alkoholverbotszonen. Die lokalen Behörden argumentieren, dass der Konsum von Alkohol in der Innenstadt nicht regelmäßig zu einer Bedrohung der öffentlichen Sicherheit führt und es daher nicht notwendig ist, den Konsum durch Verordnungen einzuschränken. Die Entwicklungen und Entscheidungen rund um die Alkoholverbotszonen in Frankfurt (Oder) stehen im starken Kontrast zu den Ansätzen in Cottbus und Potsdam, was die Herangehensweise an Alkohol und Sicherheit in öffentlichen Räumen betrifft. Diese Informationen sind Teil einer umfassenden Debatte über Sicherheit und Ordnung in Städten, die durch steigende Kriminalitätsraten beeinflusst wird. Während Frankfurt (Oder) entschlossen Maßnahmen ergreift, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern, scheinen Cottbus und Potsdam weniger besorgt über die Auswirkungen des Alkoholkonsums in ihren Städten zu sein. Für detailliertere Einblicke in die Entwicklungen in Frankfurt (Oder) verweisen wir auf die Berichterstattung von .www.rbb24.de.Details zur Meldung