Im digitalen Zeitalter ist es für Institutionen und gesellschaftliche Akteure zunehmend wichtig, mit der Herausforderung von Fake News und Desinformation umzugehen. Die Freiwillige Feuerwehr steht hierbei nicht allein. Wie Fireworld berichtet, ist die Verbreitung von falschen Informationen eine ernsthafte Bedrohung, die nicht nur das Vertrauen in die Feuerwehr untergraben, sondern auch Einsätze gefährden kann. Diesem Thema widmete sich die jüngste Online-Fortbildung „DFV direkt“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), an der über 400 Feuerwehrangehörige aus ganz Deutschland teilnahmen.

Unter der Leitung der Referentinnen Lara Grewe und Marlene Obst von CORRECTIV wurde der Umgang mit Social Media und digitalen Falschinformationen erörtert. Die Notwendigkeit, Strategien zu entwickeln, ist unbestreitbar, da Studien zeigen, dass 30% der Social Media-Nutzer bereits politischen Fake News Glauben geschenkt haben. Emotionale Ansprache und Bestätigung bestehender Überzeugungen sind Faktoren, die diese Entwicklung begünstigen.

Strategien zur Bekämpfung von Desinformation

Um der Verbreitung von Fake News entgegenzutreten, ist es laut bpb entscheidend, Medienkompetenz zu fördern. Diese sollte auch eine kritische Reflexion über Medieninhalte umfassen. Unklarheiten über die Begriffe Fake News, Misinformation und Desinformation führen oft zu Verwirrungen und einer unzureichenden Sensibilität für die Gefahren der digitalen Desinformation.

Der Begriff „Fake News“ wird häufig als politischer Kampfbegriff verwendet, um vertrauenswürdige Nachrichtenquellen zu diskreditieren. Desinformation hingegen verfolgt in der Regel strategische Ziele, wie etwa die Schaffung von Misstrauen gegenüber politischen Institutionen oder das Schüren von Ängsten und negativen Emotionen in der Gesellschaft.

Besonders besorgniserregend ist, dass laut einer Studie im ersten Quartal 2023 bereits 48% der Internetnutzer in Deutschland auf unglaubwürdige Informationen gestoßen sind. Dies verdeutlicht die Dringlichkeit, entsprechende Gegenmaßnahmen zu implementieren und die Informationskompetenz der Bürger zu stärken.

Praktische Ansätze zur Verbesserung der Medienkompetenz

Im Rahmen des Projektes „Brandherd Desinformation“, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Jugendfeuerwehr gestartet wurde, sollen junge Menschen in ihrer Nachrichten- und Quellenkompetenz gestärkt werden. Dies geschieht über Workshops in sieben Jugendfeuerwehren bundesweit und wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Die Initiative zielt darauf ab, die Jugendlichen dazu zu befähigen, kritisch mit Informationen umzugehen und die Bedeutung von Faktenchecks zu erkennen.

Um Desinformationen zu erkennen, gibt es einfache Schritte, die jeder beachten kann. Dazu gehören: das kritische Hinterfragen von Informationen, das Vergleichen verschiedener Quellen sowie die Überprüfung von Absendern und deren Glaubwürdigkeit. Außerdem betont der Deutschlandfunk, dass die Förderung von Medienkompetenz eine unerlässliche Maßnahme ist, um dem aktuellen Zustand der Informationsverbreitung Herr zu werden und das Vertrauen in seriöse Quellen zu erhalten.

Die nächste Online-Fortbildung des DFV zu Themen wie „Normung im deutschen Feuerwehrwesen“ steht bereits am 18. Februar 2026 an. Diese Fortbildungen sind nicht nur kostenlos, sondern es wird auch ein Teilnahmezertifikat ausgestellt, was die kontinuierliche Weiterbildung im Bereich Medienkompetenz unterstützt und somit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Ehrenamtlichen darstellt.