Altenholz. Ein spannendes Projekt könnte die Heizmethoden in Altenholz revolutionieren! Die Gemeinde hat Fördermittel für die Kommunale Wärmeplanung erhalten und denkt nun über die Nutzung von Erdwärme nach, um die Klimaziele zu erreichen. Experten wurden zu einem Themenabend eingeladen, um die Möglichkeiten und Herausforderungen der Wärmeplanung zu diskutieren. „Das ist ein langwieriger Prozess“, betonte Fabian Aschenbach, Projektleiter bei der Energie- und Klimaschutz-Initiative.

Die Geothermie könnte eine Schlüsselrolle spielen! Geophysiker Reinhard Kirsch stellte fest, dass Altenholz nicht ungeeignet für die Nutzung von Erdwärme ist. Ein potenzielles Reservoir könnte nur etwa eineinhalb Kilometer westlich der Wohnbebauung in 2.200 Metern Tiefe liegen, wo Temperaturen von 75 Grad Celsius erwartet werden. „Ich halte das für eine vernünftige Option“, so Kirsch. Doch bevor die Erdwärme genutzt werden kann, sind umfangreiche Erkundungen nötig.

Heizen mit Geothermie: Ein heißes Thema!

Sollte Altenholz sich für die Tiefengeothermie entscheiden, wären mehrere Schritte notwendig: Ein Antrag auf Aufsuchungserlaubnis, Machbarkeitsstudien und seismische Messungen. Die Kosten für dieses Vorhaben könnten zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegen. Dabei gibt es auch Risiken, wie die Korrosion durch den hohen Salzgehalt im Wasser.

Neben der Tiefengeothermie wird auch eine kalte Nahwärme in Betracht gezogen. Diese Technik nutzt flachere Bohrungen und Wärmepumpen, um Wasser mit Temperaturen zwischen fünf und 35 Grad Celsius zu nutzen. Tom Janneck von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnte jedoch, dass solche Systeme teuer sein können und viele Gemeinden Schwierigkeiten haben könnten, die Kosten zu decken.

Die Experten sind sich einig: Ein langer Weg steht bevor, aber es ist wichtig, jetzt zu handeln. Thomas Börner von den Grünen betonte die Transparenz des Prozesses und die Einbindung der Bürger. Am Ende zeigten sich 64 Prozent der Teilnehmer des Abends interessiert an einem Nahwärmeanschluss. Die Gemeinde plant, alle Informationen zu bündeln und den Bürgern zur Verfügung zu stellen.