Am Freitagabend, dem 9. Jänner, kam es auf der Autobahn A10 bei Birkenwerder in Brandenburg zu einem gefährlichen Vorfall, der eine 29-jährige Autofahrerin beinahe das Leben gekostet hätte. Wie Kurier berichtet, fuhr die Frau mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 km/h, als sie plötzlich einen lauten Knall hörte und die Frontscheibe ihres VW Golf splitterte. Vor dem Unfall hatte sie bereits Eis- und Schneestücke auf der Fahrbahn bemerkt und gebremst, da sie die Abfahrt Birkenwerder nehmen wollte.
Die Autofahrerin, Tamara Wiersma, reagierte schnell und fuhr auf den Standstreifen, wo sie die Warnblinkanlage aktivierte und zur nächsten Tankstelle steuerte. Dort wählte sie den Notruf und alarmierte die Polizei, die den Vorfall vor Ort aufnahm und Fotos von dem beschädigten Fahrzeug anfertigte. Aufgrund der erheblichen Beschädigung war ihr Auto nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Die Hintergründe des Vorfalls
Nach ersten Ermittlungen der Polizei war es nicht zufälligerweise zu dem Vorfall gekommen. Drei unbekannte Personen hatten von einer Fußgängerbrücke über der Autobahn eine große Eisscholle auf die Fahrbahn geworfen. Ein Sprecher der Polizei warnte vor den möglichen tödlichen Konsequenzen solcher Handlungen, die als schwerer Eingriff in den Straßenverkehr gewertet werden. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde eingeleitet, und die Kriminalpolizei bittet Zeugen, sich zu melden, falls sie Informationen zu den Tätern haben.
Auf Autobahnen wie der A10 können derartige Vorfälle gravierende Folgen haben, gehen sie doch einher mit der steigenden Anzahl von Verkehrsunfällen in Deutschland. Laut Statista, gab es im Jahr 2024 etwa 2,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle, wobei die Unfallzahlen mit Personenschäden auf einem vergleichbaren Stand wie in den 1950er Jahren bleiben. Die häufigsten Ursachen für solche Unfälle sind ungenügender Abstand, nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkoholeinfluss.
Im Jahr 2024 gab es in Deutschland 33 Verkehrstote pro Millionen Einwohner, was unter dem EU-Durchschnitt liegt. Trotz des Rückgangs der Verkehrstoten im Vergleich zu früheren Jahrzehnten bleibt die Gefahr im Straßenverkehr präsent, und Aufklärung sowie präventive Maßnahmen sind nach wie vor notwendig, um die Zahl der Unfälle weiter zu senken.
Der Vorfall auf der A10 zeigt eindringlich die Risiken, die im Straßenverkehr lauern, und die Verantwortung, die jeder Verkehrsteilnehmer trägt, um sicher ans Ziel zu gelangen.