Drohnenschatten über Atommüll: Sicherheitsrisiken für unsere Städte!
Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor Risiken durch Drohnenflüge über Atommülltransporte. Inhalte und Sicherheitsmaßnahmen werden diskutiert.

Drohnenschatten über Atommüll: Sicherheitsrisiken für unsere Städte!
Die zunehmenden Drohnenflüge über kritische Infrastrukturen in Deutschland haben in den letzten Monaten für Besorgnis gesorgt. Deutsche Sicherheitsbehörden zeigen sich hilflos gegenüber der drohenden Gefahr, die von unbefugten Luftfahrzeugen ausgeht. Vor über einem Jahr veröffentlichte Studien von .ausgestrahlt thematisieren die Bedrohungen, die von Drohnen ausgehen, insbesondere für unzureichend geschützte Atommüll-Zwischenlager.
Diese Risiken erhielten zusätzlichen Kontext durch die geplanten Castortransporte mit hochradioaktiven Abfällen, die über viele hundert Kilometer deutsche Straßen führen sollen. Die Abwehr dieser Drohnen wird als kaum möglich betrachtet, während das potenzielle Schadensausmaß enorm ist. Ein Gutachten weist darauf hin, dass ganze Stadtbereiche unbewohnbar werden könnten, was zu schweren gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung führen könnte.
Sicherheitsbedenken um Atommülllager
Besonders im Fokus steht Brunsbüttel, ein sensibler Industriestandort, wo seit August unbekannte Drohnen gesichtet wurden. Laut einem Bericht der taz ermittelt die Staatsanwaltschaft Flensburg wegen des Verdachts auf „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“. Möglicherweise handelt es sich um russische Drohnen vom Typ Orlan-10, deren Abfangversuche bisher gescheitert sind. In diesem Zusammenhang sind die Sicherheitsbehörden alarmiert, da Brunsbüttel zahlreiche kritische Einrichtungen, darunter ein Atomkraftwerk im Rückbau, beheimatet.
Die Situation wird zusätzlich kompliziert durch die Lagerung von Castorbehältern, die seit 2015 ohne Genehmigung in Brunsbüttel stehen. Ein Gericht hatte dieser vor wenigen Jahren die Genehmigung entzogen, was die Sicherheitsbedenken verstärkt hat. Seit 2004 ziehen Anwohner vor Gericht, da sie die Gefahren von Flugzeugabstürzen befürchten und das Bundesamt für Strahlenschutz führt umfassende Prüfungen zu den radiologischen Auswirkungen durch.
Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung angekündigt, die Polizei mit Geräten zur Drohnenabwehr auszustatten, während die Bundeswehr Radardaten zur Verfügung stellt. Informationen über die eingesetzten Technologien werden jedoch nicht veröffentlicht, um die Effektivität der Maßnahmen nicht zu gefährden.
Erweiterte Bedrohung durch Drohnen
Zusätzlich zu den physischen Angriffen auf die Infrastruktur stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik fest, dass Drohnen auch für Cyberangriffe verwendet werden können. In einem aktuellen Arbeitspapier werden Drohnennutzlasten als zentrale Bedrohungen identifiziert, die Spionage, gezielte Hackerangriffe und den Missbrauch als Träger für explosive oder chemische Stoffe umfassen.
Diese Entwicklungen unterstreichen die Dringlichkeit, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und Organisationen bei der Vorbereitung auf neue Bedrohungen zu unterstützen. Sensibilisierung und Schulungen sind entscheidende Schritte, um die Risiken zu mindern und die Sicherheit von sensiblen Einrichtungen zu gewährleisten.
Insgesamt rufen Experten und Sicherheitsbehörden dazu auf, jede Verschiebung von Atommüll sofort zu stoppen und die Sicherheitsvorkehrungen für kritische Infrastrukturen zu stärken, um der wachsenden Bedrohung durch Drohnen entgegenzuwirken.