
Im Jahr 2024 verzeichnete der Neuwagenabsatz in Deutschland einen deutlichen Rückgang. Laut dem Merkur lag die Zahl der Neuzulassungen bei rund 2,8 Millionen Fahrzeugen, was einem Rückgang von 1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies stellt einen signifikanten Rückgang von mehr als 25% im Vergleich zu den Neuzulassungen im Jahr 2019 dar.
Besonders auffällig ist der Rückgang bei Elektrofahrzeugen. 2024 wurden etwa 380.600 Elektroautos neu zugelassen, was einem Rückgang von 27,4% entspricht. Der Marktanteil der Elektroautos fiel auf 13,5%, nahezu 5% weniger als im Jahr 2023. Diese Entwicklung ist zum Teil auf die abrupte Beendigung der staatlichen Förderung für Elektroautos zu Beginn des Jahres zurückzuführen, die viele potenzielle Käufer abschreckte.
Marktentwicklung und Hersteller
Der Druck auf den deutschen Automarkt, insbesondere auf die Premiumhersteller, nimmt zu. Die Absatzzahlen waren beeindruckend negativ für die klassischen Premiumanbieter. So verzeichnete BMW einen Rückgang von 0,1%, Audi sogar einen Rückgang von 18,1% und Mercedes-Benz einen Verlust von 7%. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Marken VW, Porsche und Skoda Zuwächse von 3,4%, 9,9% und 22,0% respectiv. Auch Toyota konnte durch ein breites Angebot an Hybridmodellen mit einem Wachstum von 27% punkten. Die Nachfrage nach klassischen Benzinfahrzeugen bleibt hingegen stabil.
Die sich verschärfenden CO₂-Emissionen der Neuwagenflotte spiegeln sich in der durchschnittlichen Emission von 119,8 g/km wider, was einem Anstieg von 4,2% entspricht. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund strengerer EU-Grenzwerte, die eine Reduktion der Emissionen erfordern.
Blick in die Zukunft
Die Prognosen für 2025 sehen einen leichten Anstieg der Neuzulassungen auf insgesamt 2,85 Millionen Fahrzeuge vor. Der Verband der Autoimporteure VDIK erwartet, dass dieser Anstieg durch politische Rahmenbedingungen für die Elektromobilität unterstützt wird, wobei eine mögliche Kaufprämie von bis zu 3600 Euro in Aussicht gestellt wurde. Ohne nennenswerte Anreize könnte der Gesamtmarkt jedoch auf etwa 2,7 Millionen Pkw zurückgehen, wie auch Tagesschau berichtet.
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