Am Mittwoch, dem 22. Oktober 2025, kam es gegen 16:30 Uhr zu einem Vorfall in der Panorama Therme in Beuren, Deutschland. Eine überhöhte Chlorkonzentration in einem Außenbecken führte zu einem größeren Einsatz der Rettungskräfte. Die Ursache für die erhöhte Chlorkonzentration könnte ein technischer Defekt gewesen sein, wie SWR berichtet.

Zwölf Personen erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen, insbesondere Atemwegsreizungen, die von den Rettungsdiensten vor Ort versorgt wurden. Drei der Verletzten mussten zur weiteren Untersuchung und Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Allerdings war keine komplette Räumung der Therme erforderlich, und die Feuerwehr stellte nach Messungen fest, dass keine weiteren Auffälligkeiten mehr vorhanden waren. Der Rettungseinsatz wurde gegen 18:30 Uhr erfolgreich beendet, berichtet fireworld.at.

Chlorgas und seine Gefahren

Chlorgas wird häufig zur Desinfektion von Trink- und Badewasser eingesetzt, jedoch kann es gefährlich werden, wenn es unkontrolliert austritt. Neben Atemwegsreizungen können ernsthafte Symptome wie geschwollene Augen und sogar tödliche Lungenödeme auftreten. Dies unterstreicht die Wichtigkeit eines sicheren Umgangs mit Chlorgas, wie in einem neuen Handbuch von Experten thematisiert wird. Das Handbuch zielt darauf ab, das Verständnis für Chlorgas zu fördern und die Sicherheit in Schwimmbädern zu erhöhen, so lutz-jesco.com.

Chlorgas wird in über 70% der öffentlichen Bäder in Deutschland zur Desinfektion eingesetzt. Dennoch gibt es immer wieder Vorfälle, wie etwa einen ähnlichen in Bergheim, wo 21 Kinder und 3 Erwachsene Atemwegsreizungen erlitten haben. Der Vorfall in Beuren zeigt, dass Sicherheitsmaßnahmen und regelmäßige Wartungen essentielle Maßnahmen sind, um solche gesundheitlichen Risiken zu minimieren.

Der Vorfall in Beuren ist ein weiterer Mahnruf zur Sensibilisierung und Schulung von Fachkräften im Umgang mit Chlorgas und der Technologie zur Wasseraufbereitung in Schwimmbädern.