
Am 2. April 2025 hat das österreichische Bundesheer seine Bilanz nach einer Woche intensiver Einsätze zur Eindämmung der Maul- und Klauenseuche in der Slowakei veröffentlicht. Seit dem 26. März 2025 unterstützt die Katastrophenhilfeeinheit des Bundesheeres, die Austrian Forces Disaster Relief Unit (AFDRU), mit insgesamt 53 Soldaten und 18 Fahrzeugen die Bekämpfung des Virus.
In den ersten sieben Tagen der Operation wurden bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Insgesamt hat das Team über 140 Arbeitsstunden geleistet und mehr als 3.000 Lastkraftwagen dekontaminiert. Dazu wurden rund 120.000 Liter Wasser und 1.200 Liter Chemikalien eingesetzt. Die Dekontaminierungsmaßnahmen finden vor allem am Grenzübergang Rajka zwischen Ungarn und der Slowakei statt, wo Großfahrzeuge behandelt werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.
Einsatzziele und Maßnahmen
Die Hauptziele dieses Einsatzes bestehen nicht nur in der Dekontaminierung, sondern auch in der Bekämpfung des Virus, das in einer Wasserbüffelherde in Brandenburg ausgebrochen ist. Laut tz.de wurde der spezifische Virustyp, bekannt als Serotyp O, vom Friedrich-Loeffler-Institut bestimmt. Das Virus hat sich in der Region verbreitet, und es ist wichtig, alle Klauentiere in der Umgebung auf den Erreger zu untersuchen.
Die AFDRU führt eine Rund-um-die-Uhr-Dekontaminierung durch, die etwa 25 Fahrzeuge pro Stunde umfasst. Um diese Maßnahme effektiv zu gestalten, werden stündlich rund 1.000 Liter Wasser und 100 Liter Chemikalien verbraucht. Das Bundesheer hat sich durch seine Spezialeinheit in der internationalen Katastrophenhilfetechnik besonders hervorgetan und ist Teil des Europäischen Katastrophenschutzmechanismus.
Weitere Maßnahmen und Ausblick
Die voraussichtliche Dauer des Einsatzes wird auf weitere zwei Wochen geschätzt. Diese Mission wird kofinanziert durch den Europäischen Katastrophenschutzmechanismus, was die internationale Zusammenarbeit in Krisensituationen verdeutlicht. Die Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche effektiv zu stoppen und damit die lokale Tierhaltung zu sichern.
Angesichts des Ausbruchs plant auch der Bundesagrarminister Cem Özdemir ein Treffen mit Vertretern der betroffenen Branchen. Ein zentraler Krisenstab wurde für Dienstag einberufen, um die Situation umfassend zu beraten und um sicherzustellen, dass die richtigen Impfmaßnahmen getroffen werden können. Impfstoffe für die verschiedenen Serotypen des Virus sind bereits in einer Antigenbank in Deutschland gelagert, die im Bedarfsfall schnell aktiviert werden kann.
Die Maßnahmen in der Slowakei sowie in Brandenburg bilden einen entscheidenden Schritt im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche und zeigen die Bereitschaft und Effizienz der europäischen Unterstützungssysteme.
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