
Am 8. Dezember 2024 wurde Syrien von einem politischen Umsturz erschüttert, der das Ende der jahrzehntelangen Diktatur der Assad-Familie einleitete. Diese dramatische Wende schürt sowohl Hoffnung als auch Unsicherheit unter den Bürgern, während die neu gebildete Übergangsregierung unter dem Vorsitz von Ahmed al-Scharaa auf den internationalen Prüfstand gestellt wird. Wie ots.at berichtete, sind die Fragen, wie ethnische und religiöse Minderheiten sowie Frauen in das neue System integriert werden, von großer Bedeutung. Zudem kam es kürzlich zu schweren Zusammenstößen zwischen den Sicherheitsdiensten und den letzten Unterstützern des Assad-Regimes, bei denen über 1.000 Menschen ihr Leben verloren, was die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft.
Dringende humanitäre Hilfe benötigt
Trotz der Verwirrung bleibt eines offensichtlich: Die humanitäre Situation in Syrien ist katastrophal. Fast 15 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, während 13 Millionen unter Ernährungsunsicherheit leiden. Laut Andreas Knapp, Generalsekretär der Caritas Österreich, müssen nach 14 Jahren Konflikt unentbehrliche Infrastruktur wie Stromnetze und Straßen dringend wiederhergestellt werden. Caritas versucht trotz der finanziellen Engpässe im Bankensystem, humanitäre Hilfe zu leisten, indem die Organisationen enge Kontakte zur neuen Regierung für humanitäre Angelegenheiten pflegen.
Die Lebensbedingungen in Syrien sind alarmierend: Strom ist oft nur wenige Stunden am Tag verfügbar, und Landwirte kämpfen gegen totale Ernteausfälle aufgrund von Wassermangel. Die Caritas hat bereits seit den 1990er Jahren Projekte zur humanitären Hilfe in Syrien initiiert, die aufgrund des Konflikts drastisch ausgeweitet wurden. Nun fordert die Organisation eine Erhöhung der finanziellen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit, um einen nachhaltigen Wiederaufbau und grundlegende Hilfsmaßnahmen aufrechterhalten zu können. Die Situation diffundiert dabei auch nach Ägypten, wo syrische Flüchtlinge unter den wirtschaftlichen Turbulenzen leiden. Die Caritas unterstützt dort vulnerablen Gruppen mit Bildungs- und Nothilfeprogrammen und versucht, die Lebensgrundlagen der betroffenen Familien wiederherzustellen.
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