
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Lage in der Stadt Goma dramatisch verschlechtert, seit die Rebellengruppe M23 Ende Januar 2025 die Kontrolle übernommen hat. Nach Angaben der Salesianer Don Boscos sind viele der Grundlagen des Lebens, wie Wasser, Strom und medizinische Versorgung, nicht mehr verfügbar. Familien, die von den Kämpfen betroffen sind, benötigen dringend Hilfe. Die Salesianer rufen zur Spende auf, um Wasserbrunnen zu bauen und hilfsbedürftigen Familien in den Flüchtlingslagern Unterstützung zu bieten. "Der Alltag hier ist von Unsicherheit und katastrophalen Lebensbedingungen geprägt", so Pater Aime Lulinda. Die Kommunikationsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt, während der Zugang zu Goma durch gesperrte Straßen und einen nicht nutzbaren Flughafen behindert wird. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Don Bosco Zentrum Ngangi eine wichtige Anlaufstelle für Straßen- und Waisenkinder und bietet auch Schutz für junge Frauen und Mädchen.
Schicksale von Mädchen im Maison Marguerite
Einige dieser jungen Frauen, wie Gentille, sind im Maison Marguerite untergebracht, einer Einrichtung der Don Bosco Mission, die sich um traumatisierte und missbrauchte Mädchen kümmert. Gentille wuchs in Beni auf und musste grausame Erfahrungen mit Rebellenmilizen durchleben. Sie wurde entführt, vergewaltigt und musste um ihr Überleben kämpfen. Heute lebt sie in dem Heim, das ihr einen Hauch von Sicherheit bietet. Gemeinsam mit anderen Mädchen besucht sie die Schule und erhält eine Ausbildung, auch in praktischen Berufen. Die Lebensbedingungen sind schwierig, doch das Maison Marguerite bietet den Mädchen die Möglichkeit, zumindest für einen Moment der Schrecken des Lebens zu entkommen und eine neue Zukunft aufzubauen.
Die Direktion des Hauses, unter der Leitung von Edgar Katembo, beschreibt die Herausforderungen, mit denen die Mädchen konfrontiert sind, wobei viele von ihnen auch unter den physischen und psychischen Folgen von Gewalt leiden. “Die Mädchen brauchen dringend medizinische Hilfe”, erklärt Katembo und betont, dass in Zusammenarbeit mit Kliniken bereits viele Mädchen operiert wurden, um ihre gesundheitlichen Probleme zu behandeln. Gentille arbeitet hart daran, sich und ihren Sohn zu ernähren, mit dem Ziel, eine Schneiderwerkstatt zu gründen, um ein Independent Leben aufzubauen. Während sich die Situation in Goma weiter verschlechtert, so bleibt das Engagement der Salesianer und der Helfer im Kongo unabdingbar, um diesen Mädchen und ihren Familien durch diese schwere Zeit zu helfen, wie auch kathpress berichtete.
Die Berichterstattung über die Geschichten betroffener Mädchen, wie sie im Don Bosco Magazin präsentiert wird, zeigt die Dringlichkeit der humanitären Krise und den Mut derjenigen, die mitten im Chaos nach Hoffnung suchen.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung