Brutaler Überfall auf 15-Jährigen in Schwaz – Polizei sucht Zeugen!
15-jähriger Schüler in Schwaz, Tirol, Opfer eines brutalen Raubüberfalls – Täter flüchtet, Polizei bittet um Hinweise.

Brutaler Überfall auf 15-Jährigen in Schwaz – Polizei sucht Zeugen!
Ein 15-jähriger Schüler wurde am Freitagmorgen, dem 24. Oktober 2025, im Zentrum von Schwaz, Tirol, Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Der Vorfall ereignete sich gegen 07:20 Uhr, als der Jugendliche auf einen Freund wartete. Ein unbekannter Täter, mit einem Halstuch vermummt und im Tiroler Dialekt sprechend, sprach den Schüler an und forderte Bargeld. Daraufhin durchsuchte der Angreifer die Hosentaschen des Jugendlichen und entwendete etwa 80 Euro. Als das Opfer sich wehrte und versuchte, den Täter festzuhalten, erlitt es mehrere Faustschläge auf den Kopf, was zu Verletzungen unbestimmten Grades führte.
Ein Passant bemerkte die Situation und fragte nach, was dazu führte, dass der Täter in Richtung Wopfnerstraße und Altstadt flüchtete. Der Jugendliche nahm die Verfolgung auf, verlor den Täter jedoch in Höhe der „Hartlauer-Filiale“ aus den Augen. Zufälligerweise fand er ein Mobiltelefon, das der Angreifer während der Auseinandersetzung verloren hatte. Als der Täter später zurückkehrte, um sein Handy zu suchen, gab das Opfer ihm dieses zurück – doch erneut trat der Mann ihm mit dem Fuß und flüchtete dann wieder. Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung ein, die jedoch bislang ohne Erfolg blieb. Der vermummte Täter wird als männlich, etwa 15 bis 18 Jahre alt, mit einer schlanken Statur und rund 170 cm groß beschrieben. Er hat braune, leicht lockige Haare und war in schwarze Kleidung sowie auffällig helle Sportschuhe mit schwarzer Sohle gekleidet.
Polizeiliche Fahndung und Zeugensuche
Die Polizeiinspektion Schwaz hat eine Ausschreibung veröffentlicht und bittet um Hinweise von Personen, die den Verdächtigen zwischen 07:20 und 07:40 Uhr in den genannten Bereichen gesehen haben, insbesondere von dem Passanten, der sich nach dem Angriff erkundigte. Die aktuelle Lage beleuchtet ein wachsendes Problem in der Gesellschaft, nämlich die steigende Jugendkriminalität, wie durch die Daten des Bundesministeriums für Inneres (BMI) belegt wird.
In den letzten Jahren ist die Zahl der von Minderjährigen begangenen Straftaten stark angestiegen. Allein die Anzeigen gegen 10- bis 14-Jährige stiegen von 6.311 im Jahr 2014 auf 9.730 im Jahr 2023. Ein zentraler Punkt der Problematik sind Raubüberfälle, die häufig gegen wehrlose Personen verübt werden. In Wien, das als Hotspot für solche Delikte gilt, werden jährlich etwa 500 Schüler wegen gewalttätigen Verhaltens suspendiert, Tendenz steigend.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde im März 2024 eine interministerielle Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität eingerichtet, die sich der Prävention und der Kontrolle von minderjährigen Intensivtätern annehmen soll. Hierzu gehört auch die verstärkte Polizeipräsenz, insbesondere durch die Einsatzgruppe Jugendkriminalität.
Der Vorfall in Tirol und die damit verbundenen Herausforderungen verdeutlichen die Notwendigkeit, sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität zu ergreifen. Der Fall des 15-jährigen Schülers ist nicht nur ein Einzelfall, sondern spiegelt ein größeres Problem wider, mit dem die Behörden konfrontiert sind.