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Brandenburger Pionier: Axinja Laubmann wird erste Weintechnologin!

Im beschaulichen Jerischke im Spree-Neiße-Kreis zeichnet sich eine bemerkenswerte Entwicklung ab. Die 18-jährige Axinja Laubmann hat als erste Person in Brandenburg eine Ausbildung zur Weintechnologin begonnen – ein Schritt, der für die Region von großer Bedeutung ist, auch wenn Jerischke nicht unbedingt unter den bekannten Weinbaugebieten Deutschlands steht.

Axinja, die zuvor ein naturwissenschaftliches Spezialgymnasium besucht hat, entschied sich, statt eines Studiums eine praktische Ausbildung anzustreben. In den letzten sechs Wochen hat sie bereits viel über die Kunst der Weinherstellung gelernt, von der Pflege der Reben bis zur Weinverkostung im Keller. Hier zeigt sie bereits erstaunliches Talent, indem sie die Aromen Quitte und Apfel im frisch abgefüllten Wein identifizieren kann, sehr zur Überraschung ihres Ausbilders Stefan Bönsch.

Ein innovativer Schritt für Brandenburg

Obwohl Axinja erst seit kurzem im Weingut aktiv ist, hat sie bereits ein gutes Gespür für die verschiedenen Geschmäcker und Gerüche entwickelt, was auf eine vielversprechende Karriere hindeutet. "Es ist noch ganz frisch", beschreibt sie ihre aufkeimende Leidenschaft für den Wein, die mit ihrem Ausbildungsstart begann. Das Weingut in Jerischke ist dabei neu in der Ausbildung von Weintechnologen; erst im letzten Jahr wurde der Weinkeller fertiggestellt.

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Die Herausforderungen, mit denen die junge Auszubildende konfrontiert wird, sind jedoch nicht zu unterschätzen. Ein Frost hat in diesem Jahr dem Weinbau im Jerischke stark zugesetzt, sodass statt der geplanten 30.000 Flaschen nur etwa 8.000 bis 10.000 Flaschen produziert werden können. Axinja lernt nicht nur den Trinkgenuss des Weins schätzen, sondern auch die harten Realitäten der Weinproduktion, wie die Messung des Zuckergehalts der Trauben.

Der lange Weg zur Berufsschule

Die Ausbildung bringt auch logistische Herausforderungen mit sich, denn da Axinja nicht nur die erste Auszubildende in Jerischke, sondern tatsächlich die erste in ganz Brandenburg ist, muss sie lange Wege zur Berufsschule auf sich nehmen. Sie reist 700 Kilometer nach Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz, wo sich die einzige Berufsschule für Weintechnologen in Deutschland befindet. Dort lernt sie zusammen mit etwa 80 anderen angehenden Weintechnologen landesweit.

Ihr Engagement und ihre Überzeugung für den Beruf sind stark. Axinja ist begeistert von der Abwechslung, die ihr neuer Job bietet, und sieht in der Region ein großes Potenzial, auch wenn diese nicht auf dem Radar der großen Weinliebhaber steht. Mit ihrer positiven Einstellung macht sie bereits Werbung für das Weinland Brandenburg und denkt über ihre zukünftige Meisterausbildung nach, was für die Region ein weiterer Schritt in eine blühende Weinbauzukunft sein könnte.

Die Entwicklung der Weintechnologin Laubmann könnte der Anfang eines neuen Kapitels für die Weinproduktion in Brandenburg sein – und auf die Frage, ob es sich lohnt im "kleinen" Weinland Brandenburg zu arbeiten, könnte die Antwort für diese junge Frau nicht klarer sein: ja, es lohnt sich, und zwar ganz besonders.

Für eine detaillierte Betrachtung des Falls, siehe den Bericht auf www.rbb24.de.


Details zur Meldung
Genauer Ort bekannt?
Jerischke, Deutschland
Quelle
rbb24.de

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