Das für Samstag, den 9. Jänner 2026, geplante Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig wurde abgesagt. Dies wurde von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und den beteiligten Clubs am Freitagmittag bekanntgegeben. Grund für die Absage sind extreme Wetterverhältnisse, insbesondere starker Schneefall und Eis in Hamburg, verursacht durch das Sturmtief „Elli“.
Das Anpfiff des Spiels war ursprünglich für 15:30 Uhr im Millerntor-Stadion angesetzt. Nachdem die Sicherheitslage im Stadion aufgrund von großen Schneemengen und Eis nicht mehr gewährleistet werden konnte, wurde die Spielstätte in Absprache mit den lokalen Behörden gesperrt. Die DFL hatte in der Vergangenheit bereits Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Zuschauer und Spieler zu gewährleisten.
Schwierige Wetterbedingungen und Sicherheitsrisiken
Der FC St. Pauli wies bereits am Donnerstag auf die ungünstigen Wetterbedingungen hin und konnte keine Garantie für die Austragung des Spiels geben. Externe Dienstleister arbeiteten mehrere Tage daran, das Spielfeld und die Tribünen von Schnee und Eis zu befreien, was jedoch ein anspruchsvolles Unterfangen darstellte. Lokale Behörden empfahlen aus Gründen der Sicherheit, die Veranstaltung abzusagen, um Einsatzkräfte und das medizinische Personal nicht zusätzlich zu belasten.
Im Zuge des Wintersturms wurden auch andere Partien, darunter Werder Bremen gegen TSG 1899 Hoffenheim und Union Berlin gegen FSV Mainz 05, als gefährdet eingestuft. Anhand der Wetterwarnungen waren die Signal- und Entscheidungspunkte streng gesetzt. Eine Unbespielbarkeit des Platzes konnte bis zu zwei Stunden vor Spielbeginn festgestellt werden, sollte sich die Wettersituation verschlechtern.
Nachholtermin und Auswirkungen auf die Teams
Ein neuer Spieltermin soll zeitnah bekanntgegeben werden. Das Fußballjahr 2026 für den FC St. Pauli beginnt am kommenden Mittwoch mit einem Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg, während RB Leipzig ebenfalls am Mittwoch gegen den SC Freiburg antritt. Betroffene Spieler des FC St. Pauli sind unter anderem Jannick Robatsch, David Nemeth und Simon Spari, während Christoph Baumgartner, Nicolas Seiwald und Xaver Schlager auf Seiten von RB Leipzig betroffen sind.
Gerade in Norddeutschland sind die Verhältnisse aufgrund von extremen Schneefällen und Glatteis besorgniserregend. Die DFL und die Clubs sind aufgrund möglicher weiterer Spielabsagen alarmiert. Die letzten witterungsbedingten Absagen in der Bundesliga datieren zurück auf Jänner 2024 und Dezember 2023, als Spiele aufgrund ähnlicher Umstände nicht ausgetragen werden konnten.
Die DFL schätzt, dass Spielabsagen aufgrund von Platzverhältnissen dank Rasenheizungen heute selten sind. Jedoch zeigt die aktuelle Situation, dass Probleme außerhalb des Spielfeldes, wie vereiste Wege und Sicherheitskonzepte, das Risiko für Absagen erhöhen. Zuschauer werden zudem dazu aufgefordert, sich auf mögliche Reiseprobleme einzustellen, da es Berichte über Ausfälle und Verspätungen bei der Deutschen Bahn gibt.
Insgesamt steht fest, dass die Sicherheit an oberster Stelle steht, und die DFL bestrebt ist, sowohl Spieler als auch Fans vor den Unwägbarkeiten des winterlichen Wetters zu schützen.