In Berlin kommt es seit mehreren Tagen zu einem massiven Stromausfall, der durch einen Brandanschlag auf die Stromversorgung ausgelöst wurde. Die Polizei und politische Analysten vermuten linksextremistische Täter, insbesondere eine Gruppe, die als „Vulkangruppe“ bekannt ist. Diese hat sich in einem Bekennerschreiben zu dem Anschlag bekannt und bezeichnen diesen als „Akt der Notwehr und der internationalen Solidarität“ gegen die fossile Energiewirtschaft. Die Bundesanwaltschaft hat bereits Ermittlungen wegen Terrorismusverdachts und verfassungsfeindlicher Sabotage aufgenommen berichtet Vol.at.

Der Stromausfall, der einen Großteil des Südwestens Berlins betrifft, wurde durch einen Anschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde ausgelöst. Laut dem Bekennerschreiben der Vulkangruppe war das Ziel nicht primär der Stromausfall, sondern ein gezielter Angriff auf die fossile Energiewirtschaft stellt die Tagesschau fest. Die Polizei bewertet das Schreiben als authentisch und glaubhaft.

Die Vulkangruppe und ihre Motive

Die „Vulkangruppe“ ist seit 2011 aktiv und hat sich als gewalttätiges Netzwerk innerhalb des linksextremistischen Spektrums etabliert. Die Gruppe hat in der Vergangenheit mehrfach Anschläge auf öffentliche Infrastruktur verübt, um die Verwundbarkeit der gesellschaftlichen Systeme sichtbar zu machen und großen Sachschaden zu verursachen. Historische Beispiele sind der Brandanschlag auf die Kabelbrücke am Bahnhof Ostkreuz im Jahr 2011 und die Zerstörung von Starkstromleitungen in Berlin-Charlottenburg im Jahr 2018, die 6500 Wohnungen und 400 Firmen ohne Strom ließ berichtet die Süddeutsche Zeitung.

In dem aktuellen Bekennerschreiben zeigt die Vulkangruppe wenig Mitleid für wohlhabende Bürger der Stadt, während sie sich bei den weniger wohlhabenden Menschen entschuldigt. Dies verdeutlicht ihre Strategie, die Anschlagsziele so zu wählen, dass sie spürbare Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Fachleute sind sich einig, dass die gewählten Ziele strategisch durchdacht sind; zudem sind die benötigten Informationen für solche Anschläge allgemein zugänglich stellt die Tagesschau fest.

Sicherheitslage und Entwicklung der Ermittlungen

Die Sicherheitsbehörden haben seit 2011 insgesamt elf strafbare Tatkomplexe identifiziert, die mit den Aktivitäten der Vulkangruppe in Verbindung stehen. Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen merkt an, dass linksextreme Aktivitäten in Brandenburg häufig aus Berlin gesteuert werden. Die Diskussion um die Sicherheitslage wird durch den aktuellen Vorfall neu angeheizt, während die Bundesanwaltschaft und das Bundeskriminalamt weiterhin gegen die verdächtigen Gruppen ermitteln so Vol.at.

Die Vulkangruppe hat in der Vergangenheit mehrere Anschläge verübt, darunter auch Feuer in der Nähe kritischer Infrastrukturen, die für die Versorgung Berlins von Bedeutung sind. Experten warnen, dass ein effektives Notfallmanagement bei der kritischen Infrastruktur notwendig ist, um die Bevölkerung besser zu schützen mildert die Süddeutsche Zeitung.