Am 11. Oktober 2025 ereignete sich ein tragischer Unfall auf der Hohen Wand in Niederösterreich. Ein 56-jähriger Mann aus Wien verlor beim Abstieg über den Wagnersteig den Halt und stürzte etwa 50 Meter in die Tiefe. Dieser Vorfall blieb zunächst unbemerkt und wurde erst am folgenden Morgen, gegen 8:20 Uhr, von anderen Wanderern entdeckt, die daraufhin die Rettungsleitstelle alarmierten.

Rettungskräfte, darunter ein Notarzt, fanden nur noch den leblosen Körper des Mannes vor, der durch den Sturz ums Leben gekommen war. Die Bergung des Verstorbenen erfolgte durch einen Polizeihubschrauber, was die dramatischen Umstände des Unfalls deutlich machte, wie Kosmo berichtet.

Der Kontext zu Wanderunfällen

Dieser tragische Vorfall auf der Hohen Wand reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Laut einer Analyse der niederösterreichischen Nachrichten starben zwischen Anfang Jänner und Mitte September 2025 fast 50 Personen beim Wandern und Bergsteigen. Zudem werden für den Herbst über 2.000 Verletzte erwartet. Besonders in großen Wanderregionen wie Niederösterreich, Steiermark und Tirol gab es einen Anstieg der Wanderunfälle, wobei die Zahl in Niederösterreich 2024 um 200 im Vergleich zu 2023 gestiegen ist.

Eine Hauptursache für Verletzungen sind falsches Schuhwerk und unangemessene Ausrüstung. In vielen Fällen führen unzureichende Vorbereitungen und Mängel in der Ausrüstung dazu, dass Wanderer in Schwierigkeiten geraten. Als Empfehlungen gelten, für alpines und steiniges Gelände geeignete Bergschuhe mit stabilen Sohlen zu tragen und sich vor jeder Wanderung über das Wetter zu informieren.

Wichtige Sicherheitshinweise für Wanderer

Um das Risiko von Unfällen zu minimieren, sollte man sich ausreichend Zeit für die Wanderung einplanen und frühzeitig aufbrechen, um Dunkelheit zu vermeiden. Auch eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, da Dehydration die Konzentration beeinträchtigen und das Unfallrisiko erhöhen kann. Pausen sind ebenfalls entscheidend, insbesondere wenn Gruppenmitglieder unterschiedliche Fitnesslevel haben. Es wird empfohlen, auf Energiereserven zu achten und anstrengende Passagen mit Bedacht zu bedienen.

Die tragischen Ereignisse rund um den Sturz des Mannes auf der Hohen Wand sollten als Mahnung dienen, die Sicherheit beim Wandern ernst zu nehmen und gut vorbereitet auf die Wege zu gehen.