Messe Florian 2025: Feuerwehr im Fokus von Lithium-Herausforderungen!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Die FLORIAN 2025 in Dresden präsentiert über 400 Aussteller zu Feuerwehr- und Katastrophenschutzthemen vom 9. bis 11. Oktober.

Die FLORIAN 2025 in Dresden präsentiert über 400 Aussteller zu Feuerwehr- und Katastrophenschutzthemen vom 9. bis 11. Oktober.
Die FLORIAN 2025 in Dresden präsentiert über 400 Aussteller zu Feuerwehr- und Katastrophenschutzthemen vom 9. bis 11. Oktober.

Messe Florian 2025: Feuerwehr im Fokus von Lithium-Herausforderungen!

Die 24. FLORIAN, eine der führenden Messen für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz, beginnt heute, am 9. Oktober 2025, in der Messe Dresden. Über 400 Aussteller aus 16 Ländern präsentieren ihre neuesten Technologien und Lösungen. Die Veranstaltung dauert bis zum 11. Oktober und bietet ein umfangreiches Fachprogramm mit mehr als 200 Beiträgen, die sich unter anderem mit der Ausrüstung zur Bekämpfung von Gefahrstoffunfällen und spezifischen Herausforderungen beim Umgang mit Lithiumbränden befassen. Auch ein Fachforum zum Thema „Gefahrstoffmanagement“ feiert Messepremiere.

Das Veranstaltungsangebot richtet sich nicht nur an Feuerwehrleute, sondern umfasst auch Themen wie Waldbrandtechnologie, Hochwasserbewältigung und die technische Rettung im Bereich der Elektromobilität. Geplant sind zudem Live-Trainings, wie beispielsweise zur Technischen Hilfe in der Landwirtschaft, bei Unfällen mit landwirtschaftlichen Geräten.

Neue Herausforderungen durch Lithium-Ionen-Batterien

Ein zentrales Thema bei der FLORIAN ist der Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien, die in zunehmend mehr Geräten und Fahrzeugen wie Elektroautos, E-Bikes und Smartphones eingesetzt werden. Wie vlitex.com hervorhebt, können Brände von Lithium-Ionen-Akkus besondere Risiken und Herausforderungen für die Feuerwehr darstellen. Diese Brände sind nicht nur extrem heiß, können Temperaturen von bis zu 1.300 °C erreichen, sondern können auch ohne externen Sauerstoff entstehen. Dies macht herkömmliche Löschmethoden oft ineffektiv.

Darüber hinaus besteht die Gefahr der Wiederentzündung von Akkus, die sich nach Löschversuchen erneut entzünden können. Einsatzkräfte müssen auch mit den finanziellen und organisatorischen Herausforderungen umgehen, die sich aus der Entsorgung von Kontaminierungen durch lithiumhaltige Rückstände ergeben. Daher ist es entscheidend, innovative Lösungen zu finden, um Menschen und die Umwelt zu schützen.

Initiativen zur Verbesserung der Sicherheit

Im Rahmen der Bemühungen, die Risiken von Lithium-Ionen-Batterien beim Einsatz zu minimieren, wurde am 3. Februar 2025 die Initiative „LiBattFire“ ins Leben gerufen. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Energiespeichertechnologien der TU Clausthal und der Feuerwehr Goslar durchgeführt wird, zielt darauf ab, die Erkennung und Einschätzung neuartiger Gefahren im Schadensfall zu verbessern. Dr.-Ing. Ralf Benger, der als Gruppenführer in einer Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, leitet dieses wichtige Projekt, das ein Gesamtvolumen von 622.000 Euro umfasst.

Die Initiative, die von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit 240.000 Euro gefördert wird, hat das Ziel, Aufklärung über kontaminierte Brandgase und Partikel zu schaffen. Diese können im Brandfall freigesetzt werden und enthalten gefährliche Schwermetalle wie Mangan, Kobalt und Nickel, was die Relevanz entsprechender Schulungen und präventiver Maßnahmen für die Feuerwehr unterstreicht.

Auf der FLORIAN werden außerdem neue technische Lösungen vorgestellt, um den speziellen Herausforderungen von Lithiumbränden besser entgegenzutreten. Der vollelektrische Rettungswagen (E-RTW) aus Berlin zählt zu den bedeutendsten Innovationen der Messe. Zudem wird ein Prototyp eines Feuerwehrtraktors für die Freiwillige Feuerwehr Wiesmoor präsentiert.

Die FLORIAN bietet somit nicht nur die Möglichkeit, sich über aktuelle Technologien und Strategien zu informieren, sondern fördert auch den Austausch zwischen Fachleuten und die Diskussion über zentrale Herausforderungen im Feuerwehrwesen.