Am Donnerstagabend, dem 5. Februar 2026, stellte der Flughafen BER in Schönefeld aufgrund von heftigen Blitzeis- und Glättebedingungen den Betrieb vorübergehend ein. Laut einer Sprecherin des Flughafens sind aufgrund der spiegelglatten Flächen keine Starts und Landungen mehr möglich, was eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben darstellt. Die Maßnahmen wurden ergriffen, um die Sicherheit der Passagiere und des Flughafenpersonals zu gewährleisten.

Bereits am Donnerstag traten am Flughafen Probleme aufgrund von gefrierendem Regen auf, was zu erheblichen Verzögerungen führte. Die notwendige Enteisung der Flugzeuge erforderte bis zu einer Stunde, was zu einer hohen Anzahl an Flugausfällen führte. Von den 180 geplanten Starts wurden bis gegen Mittag bereits 35 gestrichen, und es folgten weitere Dutzende. Ein Nachtverbot wurde erlassen, und die Situation wird am Freitagmorgen erneut bewertet, um festzustellen, wann der Betrieb möglicherweise wieder aufgenommen werden kann.

Wetterlage und Verkehrsbehinderungen

Die meteorologischen Bedingungen sind äußerst herausfordernd. Der Deutsche Wetterdienst hat anhaltende Glättegefahren durch gefrierenden Regen und Eisansatz in West- und Nordwestbrandenburg gemeldet. Der Eisregen sorgt für gefährliche Straßenverhältnisse nicht nur am Flughafen, sondern auch in ganz Berlin. Die Stadtreinigung und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind im Dauereinsatz, um die Hauptstraßen von Schnee und Glätte zu befreien, doch die vollständige Befreiung von Niederschlagsrückständen bleibt ungewiss.

In der Nacht droht zudem ein erneuter Eisregen. Während die amtliche Unwetterwarnung für Glatteis um 10 Uhr aufgehoben wurde, besteht weiterhin Vorsicht. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor frisch gefrierendem Regen, der erneute Glatteisbildung zur Folge haben kann. Besonders betroffen sind Straßen und Autobahnen, die bereits unter den schwierigen Bedingungen gelitten haben. Am Freitagmorgen wird in einigen Gebieten mit Regen gerechnet, was die Eisglätte weiter verschärfen könnte.

Verkehrsunfälle und öffentliche Sicherheit

Die Glätte auf den Straßen führt ebenfalls zu einem Anstieg der Verkehrsunfälle. Polizei und Rettungskräfte meldeten zwischen 4 und 10 Uhr über 100 Unfälle, von denen mehrere zu Verletzten führten. Zudem mussten auch U-Bahnlinien wie U2 und U3 aufgrund vereister Stromschienen gestoppt werden. Die BVG richtete Ersatzverkehr ein, während Busse und Straßenbahnen weitgehend normal weiterfuhren.

Die Feuerwehr warnte eindringlich vor dem Betreten von zugefrorenen Gewässern, nachdem ein Mann, der im Halensee eingebrochen war, im Krankenhaus verstarb. Zudem schloss die Schlösserstiftung mehrere Parks in Berlin und Potsdam aufgrund der Gefahren durch Eisglätte. Die Verteilaktion von kostenlosem Streugut durch die BSR stößt auf reges Interesse, bereits 26 Tonnen wurden bis Donnerstagmorgen abgeholt.

Die aktuelle Wetterlage erfordert durchgehend erhöhte Vorsicht auf den Straßen Deutschlands. Die Unwetterzentrale hat eine Übersichtskarte mit Glatteisregenwarnungen veröffentlicht und passt die Warnungen fortlaufend an. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation am Freitag entwickeln wird, insbesondere in Bezug auf den Flughafenbetrieb und die allgemeinen Verkehrsbedingungen in Berlin.

Für umfangreiche Informationen und Updates zu Wetterwarnungen und -bedingungen, können die Berichte von oe24, Tagesspiegel und Unwetterzentrale konsultiert werden.