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Mit den steigenden Temperaturen beginnen im Februar 2025 die Laichzeiten für viele Fischarten. Besonders prominent dabei ist die bedrohte Äsche, die in den klaren Strömungen des Alpenvorlandes, wie der Traun, ihre Fortpflanzung anstrebt. Doch durch menschliche Eingriffe wie Gewässerregulierungen sind ihre natürlichen Laichplätze stark bedroht. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) zusammen mit verschiedenen Partnern ein großes Renaturierungsprojekt ins Leben gerufen. An sechs ausgewählten Stellen entlang der Traun wurde der Fluss revitalisiert, um optimale Bedingungen für die Äsche und weitere Fischarten zu schaffen. „Wir geben dem Fluss ein Stück Natur zurück und verbessern den Lebensraum für gefährdete Arten“, erklärte Andreas Gruber von den ÖBf.
Revitalisierung der Lebensräume
Im Rahmen dieses Projekts wurden etwa 1.300 Quadratmeter des verfestigten Flussbetts zwischen Bad Ischl und Bad Goisern aufgelockert. Dabei wurde ein spezieller Bagger eingesetzt, um den Kiesboden zu bearbeiten und die Durchströmung zu verbessern. Zusätzlich wurden 100 Tonnen frischer Kies eingebracht, was nicht nur der Äsche zugutekommt, sondern auch anderen Fischarten wie Bachforelle und Perlfisch. Diese Maßnahmen fördern zudem die Biodiversität in der Region, indem sie Insekten als Nahrungsquelle für zahlreiche Vogelarten anziehen. Das Gewässer wird unter anderem auch von verschiedenen gefiederten Tieren wie dem Eisvogel und der Wasseramsel frequentiert, die auf ein intaktes und hochwertiges Ökosystem hinweisen.
Zusätzlich an der Deutschen Traun, die sich über eine Strecke von etwa 2,25 km erstreckt, sind die Bedingungen für Fliegenfischer besonders attraktiv. Diese wunderschöne Flussregion wird nur unter strengen Regeln bewirtschaftet, um die fischökologische Situation nachhaltig zu sichern. Hier ist das Fischen das ganze Jahr über für die Äsche verboten, was eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung dieser besonderen Fischart darstellt. Durch die Teilnahme am Artenhilfsprogramm - Äsche des Landesfischereiverbands Bayern wird zudem sichergestellt, dass beste Bedingungen für den Lebensraum der Äsche vorhanden sind, wie die Webseite des Fischereiverbands Traunstein bestätigt.
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