Streik-Alarme in Kliniken: Verdi fordert mehr Geld und freie Tage!

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Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im Gesundheitswesen: Forderungen, Beteiligung und Auswirkungen in mehreren Städten ab 2.12.2025.

Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im Gesundheitswesen: Forderungen, Beteiligung und Auswirkungen in mehreren Städten ab 2.12.2025.
Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im Gesundheitswesen: Forderungen, Beteiligung und Auswirkungen in mehreren Städten ab 2.12.2025.

Streik-Alarme in Kliniken: Verdi fordert mehr Geld und freie Tage!

Am 2. Dezember 2025 stehen bundesweit Warnstreiks im Gesundheitswesen an, die von der Gewerkschaft Verdi organisiert werden. Diese Streiks betreffen Kliniken, Rettungsstellen und Pflegeheime, wobei die Beteiligung von Beschäftigten aus über 200 Gesundheitseinrichtungen erwartet wird. Die Gewerkschaft setzt damit Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde, die vom 14. bis 16. März in Potsdam stattfindet und etwa 2,5 Millionen Angestellte bei Bund und Kommunen betrifft. steiermark.orf.at berichtet, dass die Warnstreiks in Städten wie Köln, Hamburg und in Hessen stattfinden werden.

Die Forderungen von Verdi sind klar: Eine Tariferhöhung von 8 % oder mindestens 350 Euro mehr monatlich, höhere Zuschläge für belastende und ungünstige Arbeitszeiten, sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 200 Euro monatlich. Zudem fordert die Gewerkschaft mindestens drei zusätzliche freie Tage. Diese Forderungen werden jedoch von den kommunalen Arbeitgebern als zu teuer kritisiert, mit geschätzten Mehrkosten von rund 11 % oder fast 15 Milliarden Euro jährlich. zdfheute.de hebt hervor, dass auch Berufsgruppen beteiligt sind, die häufig von Frauen ausgeübt werden, was den Streik in den Kontext des internationalen Frauentags rückt.

Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Streiks sind die Universitätskliniken. Wie tagesschau.de meldet, ruft die Gewerkschaft ver.di Beschäftigte im Gesundheitswesen zu zweitägigen Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf. Dabei sind Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen unter anderem an Universitätskliniken in Düsseldorf, Köln, Aachen, Saarbrücken und Hannover geplant. Auch in Baden-Württemberg werden Warnstreiks an sieben Psychiatriezentren mit über 1.200 Teilnehmern erwartet.

Die Streiks könnten sich auf weitere Krankenhäuser in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ausweiten, was die Dringlichkeit des Themas unterstreicht. Vorangegangene Warnstreiks von Hochschulbeschäftigten, studentischen Hilfskräften und Auszubildenden in Städten wie Berlin, Hamburg und Bremen zeigen die wachsende Unzufriedenheit im öffentlichen Dienst, wo etwa 10.000 Beschäftigte in Berlin an den Streiks teilnahmen.

Die Verhandlungen im öffentlichen Dienst sind angespannt, insbesondere da die dritte Runde der Tarifverhandlungen für 1,1 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder, mit Ausnahme von Hessen, Anfang Dezember beginnt. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden fordern die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von 10,5 %, mindestens 500 Euro mehr monatlich sowie einen Inflationsausgleich. Die 15 Länder in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder verweisen jedoch auf schwierige Haushaltslagen, weshalb bisher kein Angebot vorliegt.