Rhein-Neckar-Kreis

Herbstzeit ist Erntezeit: 6,5 Tonnen Eicheln für die Zukunft des Waldes!

(rnk – 31.10.24) Herbstzeit ist Erntezeit – und das gilt nicht nur für die Felder, sondern auch für die Wälder! In dieser Jahreszeit reifen die Samen vieler Waldbäume, und die Förster im Rhein-Neckar-Kreis sind fleißig am Werk. Während die Natur oft die Hauptrolle bei der Waldverjüngung spielt, müssen bei unzureichendem Baumangebot oder durch Sturmschäden die kleinen Bäume aus Baumschulen herangezogen werden. In diesem Jahr wurde eine beeindruckende Saatguternte durchgeführt, um die genetische Vielfalt der regionalen Baumarten zu sichern.

Sechs Wochen voller harter Arbeit! Ganze 6,5 Tonnen Eicheln und Esskastanien wurden von Hand aufgelesen und sorgfältig verpackt. In nur zwei Wochen sammelten die engagierten Förster im Stadtwald Sinsheim 6,2 Tonnen Eicheln und zusätzlich 300 Kilogramm Esskastanien aus Waibstadt. Die Mühe hat sich gelohnt, denn an der Sammelstelle in Sinsheim-Eschelbach wurde das Saatgut unter der Aufsicht von Revierförster Rüdiger Keller gewogen und begutachtet. „Die feuchte Witterung hat die Eicheln bereits zum Keimen gebracht, daher müssen sie schnell zur Aussaat gebracht werden“, erklärt Christian Tubach vom Kreisforstamt.

Qualität vor Quantität

Doch bevor das Saatgut in die Baumschulen gelangt, müssen die Mutterbäume strengen Prüfungen standhalten. Nur in offiziell anerkannten Waldbeständen darf Saatgut geerntet werden, um sicherzustellen, dass die zukünftigen Bäume gesund und robust sind. Die über hundert Jahre alten Eichen im Stadtwald Sinsheim und die Esskastanien aus Waibstadt haben diese Hürden erfolgreich gemeistert. Tubach ist begeistert: „Dank der großen Saatgutmenge können wir die besten kleinen Eichen und Kastanien aus der Baumschule beziehen. So schaffen wir optimale Startbedingungen für die nächste Waldgeneration!“

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Sinsheim, Deutschland
Quelle
leimenblog.de

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