
In Esslingen prägen die neuen Hochschulgebäude das Stadtbild und sind eines der bedeutendsten Bauvorhaben in Baden-Württemberg. Die Baustelle im neuen Stadtteil Neue Weststadt zeigt Fortschritte, allerdings müssen die Studierenden noch auf die Fertigstellung warten. Die Außenverkleidung aus Klinkern ist bereits angebracht, was auf einen baldigen Abschluss des Baus hinweist. Auch die Montage der Fenster ist fast abgeschlossen, und die Dachabdichtungen für Hauptdächer und Technikaufbauten wurden erfolgreich umgesetzt. Insgesamt werden auf den Dächern 7000 Quadratmeter Photovoltaikanlagen mit 1340 Modulen installiert, die rund ein Drittel des Strombedarfs der Hochschule abdecken.
Die Hochschule setzt zudem auf Nahwärme, die bereits für die Winterbauheizung genutzt wird. Versorger für die Nahwärme ist die Green Hydrogen Esslingen GmbH, welche Wasserstoff aus überschüssigem Strom erneuerbarer Energiequellen erzeugt. Jedes der vier Gebäude verfügt über ein individuelles Atrium mit Oberlicht, in dem auch Kunstprojekte untergebracht sind, darunter eine Wandmalerei von Maren Profke und ein Fresko von Sonja Alhäuser. Die Tiefbauarbeiten begannen im Jahr 2020, gefolgt von der Grundsteinlegung im Dezember 2021 und dem Richtfest ein Jahr später, trotz Herausforderungen wie der Coronapandemie und dem Ukraine-Krieg. Aktuell werden innenliegende Arbeiten in Bereichen wie Trockenbau, Lüftung und Sanitär durchgeführt, während die Außenanlagen für dieses Jahr ebenfalls in Planung sind. Die Fertigstellung der Hochschulgebäude, einschließlich der Außenanlagen, ist für Ende 2025 vorgesehen, wobei die ersten Studierenden im Sommersemester 2026 erwartet werden, wie die Esslinger Zeitung berichtete.
Forschung an der Hochschule Esslingen
Im Mittelpunkt der Forschung stehen industrielle Prozesse und insbesondere die Verbrennung von Metallpulvern als alternativen und klimaschonenden Energieträger. Die Notwendigkeit, metallische Energieträger in umgerüsteten Kohlekraftwerken zu verwenden, wird als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen identifiziert. Regenerativ erzeugter Strom kann dabei Eisenoxid in Eisen umwandeln, welches später zur Stromerzeugung oxidiert werden kann. Die Oxidation setzt die im Eisen gespeicherte Energie frei und ermöglicht eine CO2-freie Speicherung und Transport erneuerbarer Energie. Dieser Ansatz erfordert eine simulationsgesteuerte Bewertung der Verfahren, um eine zügige Einführung der Technologien zu ermöglichen. Skalenreduzierte Ansätze sollen dabei helfen, relevante Kennfelder wie Umsatz und potenzielle Schadstoffe mit reduziertem Rechenaufwand zu erfassen, berichtet die Hochschule Esslingen.
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