Ein revolutionärer Schritt in der Forschung: Baden-Württemberg setzt auf Tierschutz und Innovation! Am Dienstag, dem 5. November, verkündete Wissenschaftsministerin Petra Olschowski in Stuttgart die Eröffnung von drei neuen 3R-Zentren, die den Tierschutz in der Forschung auf ein neues Level heben sollen. „Unser 3R-Netzwerk verankert den Tierschutz nachhaltig in der baden-württembergischen Forschungslandschaft“, so Olschowski. Diese Initiative bringt nicht nur Fortschritt für den Tierschutz, sondern könnte auch bahnbrechende Lösungen für komplexe biomedizinische Fragen liefern, die letztendlich den Patientinnen und Patienten zugutekommen.

Massive Investitionen für den Tierschutz

Seit 2020 fließen beeindruckende 6,8 Millionen Euro in den Aufbau des landesweiten 3R-Netzwerks, das für „Replace, Reduce, Refine“ steht – also die Tierversuche ersetzen, reduzieren und die Bedingungen bei unvermeidbaren Tests verbessern. Wo stehen wir heute? An fünf bestehenden 3R-Zentren in Heidelberg, Konstanz, Mannheim, Stuttgart und Tübingen werden bereits innovative Methoden wie Organ-on-chip-Modelle entwickelt. Jetzt kommen neue Standorte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), an der Hochschule Furtwangen und an der Universität Ulm hinzu, gefördert mit 750.000 Euro für die nächsten drei Jahre.

Die neuen 3R-Zentren im Detail

  • 3ROCKIT in Karlsruhe: Hier stehen digitale Alternativen zum Tierversuch im Fokus, einschließlich digitaler Zwillinge und einem selbstoptimierenden Labor, das den Weg zu Ersatzmethoden verkürzt.
  • Hochschule Furtwangen: Schwerpunkt auf der Entwicklung von 3D-Gewebemodellen und deren praktischer Anwendung, mit einem besonderen Augenmerk auf Ausbildung und Beratung für die Industrie.
  • iR-Centre der Universität Ulm: Dieses Zentrum konzentriert sich auf die Verbesserung unvermeidbarer Tierversuche und die Entwicklung von Technologien für die personalisierte Medizin.

Baden-Württemberg nimmt eine Vorreiterrolle ein, indem es als erstes Bundesland ein 3R-Netzwerk etabliert hat, das nicht nur Tierschutz fördert, sondern auch die Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen auf den Menschen verbessert. Die Zukunft der biomedizinischen Forschung sieht vielversprechend aus!