In den letzten Tagen haben die Hauptdarsteller des neuen Films über Donald Trump, Jeremy Strong und Sebastian Stan, Besorgnis über die gewaltsame Rhetorik des ehemaligen US-Präsidenten geäußert. Ihre Kommentare kamen, nachdem Trump in den sozialen Medien die Veröffentlichung des Films, der weniger als einen Monat vor der anstehenden Präsidentschaftswahl herauskam, heftig kritisierte und die Macher als "MENSCHENMÜLL" bezeichnete.
Diese Worte haben die Schauspieler alarmiert, da sie befürchten, dass sie Gewalt inspirieren könnten. Stan beschrieb die Äußerungen als "spaltend" und als "eine Bedrohung". Strong ergänzte, dass er das Gefühl hatte, die Situation werde "leicht gefährlich". Er bemerkte, dass Trump insbesondere den Drehbuchautor Gabe Sherman ins Visier nahm, ihn als "Ungeziefer" beschimpfte und seine Qualifikationen infrage stellte. Dies habe zu einem Anstieg an Hass und sogar Todesdrohungen gegen Sherman geführt, wie Strong berichtete.
Bedeutung der filmischen Darstellung
Der Film "The Apprentice" spielt in den 1970er und 80er Jahren und zeigt, wie Trump, dargestellt von Stan, ein prominenter Geschäftsmann in New York wurde. Es wird auch die Beziehung zwischen Trump und seinem Anwalt und Mentor Roy Cohn, gespielt von Strong, thematisiert. Der Film soll nicht nur Trumps Aufstieg beleuchten, sondern basiert auf umfangreichen historischen Recherchen und zeichnet ein verantwortungsvolles Bild der Ereignisse.
Die Schauspieler betonten, dass die Darstellung im Film nicht darauf abziele, Trump zu diffamieren, sondern vielmehr darauf, den Wahrheitsgehalt und die Hintergründe seiner Karriere zu ergründen. Strong erklärte: "Es ist ein Film, aber ich denke, wir haben auf die Verlässlichkeit Wert gelegt. Wir wollten Trump nicht verteufeln." Sie heben hervor, dass Kunst dazu da ist, der Macht die Wahrheit zu sagen.
Trumps Ansichten über den Film sind eindeutig: Er bezeichnete ihn als "gefälscht" und verbreitet, dass er mit falschen Informationen den Wählern schaden wolle. Trotz Trumps heftiger Angriffe bleibt Sherman der Ansicht, dass es wichtig ist, dass der Ex-Präsident auf den Film reagiert. Er sieht dies als Zeichen dafür, dass der Film "einen Nerv trifft".
Eine gefährliche Rhetorik
Die Schauspieler hoben hervor, dass die Äußerungen Trumps nicht nur eine Kritik an einem Film darstellen, sondern ein größeres Klima der Intoleranz und der Gewalt begünstigen könnten. Strong wies darauf hin, dass die Worte, die Trump wählte, stark belastet sind und an historische Diktatoren erinnern, die ähnliche Begriffe genutzt haben. Stan warnte davor, dass viele Menschen durch Trumps Sprache dazu ermutigt werden könnten, aggressiv zu handeln. "Viele fühlen sich jetzt, dank ihm, ermächtigt, sich wie Tiere zu verhalten", sagte Stan.
Die Heftigkeit von Trumps Aussagen sowie die damit verbundenen Bedrohungen gegen Sherman werfen ein Licht auf die aktuelle politische Atmosphäre in den USA, in der die Grenzen zwischen Kunst und politischer Auseinandersetzung zunehmend verwischt werden. Der Film könnte, unabhängig von der politischen Gesinnung, als Plattform dienen, um wichtige Diskussionen über Macht, Verantwortung und die Rolle der Medien in der heutigen Gesellschaft zu initiieren.
Für weitere Informationen über die Situation rund um den Film und seine Protagonisten sehen Sie den Bericht auf www.bbc.com.
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