Die politische Landschaft in Deutschland zeigt sich derzeit im Umbruch. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa, die für die „Bild am Sonntag“ erstellt wurde, hat die Alternative für Deutschland (AfD) einen signifikanten Anstieg auf 27 Prozent erreicht. Diese Werte bedeuten einen Anstieg um einen Prozentpunkt im Vergleich zur letzten Erhebung. Die CDU/CSU bleibt mit 25 Prozent stabil, während die SPD auf 15 Prozent und die Grünen auf 11 Prozent fallen. Die Linke kann sich auf 10 Prozent halten. Zudem entfallen 12 Prozent der Stimmen auf Parteien, die unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen. Dies deutet auf ein stark fragmentiertes Wählerverhalten hin, das die politischen Dynamiken in Deutschland grundlegend beeinflusst.

Ein Blick auf die möglichen Koalitionen zeigt, dass eine schwarz-rote Regierung 40 Prozent, eine rot-rot-grüne Koalition 36 Prozent und eine blau-schwarze Koalition sogar 52 Prozent erzielen könnte. Dies macht deutlich, dass mit den aktuellen Umfragewerten parlamentarische Mehrheiten ab einem Wert von etwas über 44 Prozent denkbar sind. Interessanterweise begrüßen 43 Prozent der Befragten, dass die Grünen nicht mehr Teil der Bundesregierung sind; 21 Prozent empfinden dies negativ, während 20 Prozent die Frage als irrelevant erachten.

AfD im Detail

Zusätzliche Informationen zur AfD ergeben sich aus anderen Umfragen. Laut einer aktuellen Erhebung liegt der Umfragewert der AfD zur Bundestagswahl bei 26,3 Prozent, wobei der durchschnittliche Umfragewert in den Bundesländern bei 20,9 Prozent rangiert. Besonders stark ist die AfD in den neuen Bundesländern, insbesondere in Sachsen-Anhalt mit 40 Prozent, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 38 Prozent und Thüringen mit 37 Prozent. Im Gegensatz dazu hat die AfD ihr niedrigstes Ergebnis in Hamburg mit nur 7,5 Prozent.

Der Parteizustimmungsindex (PZI) der AfD steht aktuell bei 23,6 Prozent. Dieser Index berücksichtigt sowohl aktuelle Umfragewerte zur Bundestagswahl als auch Ergebnisse von Landtagswahlen. Darüber hinaus zeigt eine getrennte Gewichtung der Umfragewerte ein Verhältnis von 80,6 Prozent für die alten Bundesländer und 19,4 Prozent für die neuen Bundesländer.

Politische Stimmung und Umfragedaten

Die politische Stimmung in Deutschland wird zudem von der aktuellen schwarz-roten Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz geprägt, die seit Mai 2025 im Amt ist. Wöchentliche Umfragen, wie die von Forsa, zeichnen ein Bild der Wählergunst und der potenziellen Chancen der Parteien bei der Bundestagswahl. Grafiken und Statistiken zu den Stimmenanteilen der Parteien werden fortlaufend aktualisiert und berücksichtigen die Stimmenverteilung nach der Fünf-Prozent-Hürde, die für die Sitzverteilung im Bundestag entscheidend ist. Dabei wird das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren angewandt, das seit 2009 für die Berechnung der Sitze verwendet wird.

Die politische Kamera Deutschlands zeigt somit ein dynamisches Bild, in dem die AfD auf einem aufsteigenden Ast ist und die etablierten Parteien vor neuen Herausforderungen stehen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich die Stimmen und politischen Allianzen weiter entwickeln werden.

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