Im Landkreis Nienburg steigen die Zahlen der Wildunfälle merklich an. Allein in einem Zeitraum von nur 36 Stunden ereigneten sich in diesem Gebiet sechs solcher Vorfälle, wie die Polizei berichtete. Die betroffenen Regionen umfassen Stöckse, Husum und Bücken. Auch am Dienstagabend ereignete sich ein zusammenstoßendes Ereignis zwischen einem Reh und zwei Fahrzeugen.
Die Polizei Nienburg hebt hervor, dass Wildunfälle nicht nur Berufskraftfahrer und Pendler betreffen, sondern jeden Autofahrer, der durch die ländlichen Gebiete des Kreises fährt. Im Vornjahr wurden 1.315 Wildunfälle registriert – eine Zahl, die im benachbarten Kreis Schaumburg mit 525 erheblich niedriger ausfiel. Die dichte Wälder und dünne Besiedlung des Landkreises Nienburg tragen zu diesen hohen Fallzahlen bei. Durchschnittlich kommt es täglich zu etwa 3,6 Zusammenstößen mit Wildtieren.
Steigende Unfallzahlen im Herbst
Der Herbst und das Frühjahr sind besonders Unfallrisiko belastete Zeiten, da in diesen Perioden Dämmerlicht und Regen die Sicht der Autofahrer beeinträchtigen. In vielen Fällen erleiden die Tiere bei einem Zusammenstoß schwerwiegende Verletzungen oder verlieren ihr Leben.
Im Falle eines Wildunfalls rät die Polizei, zunächst den Warnblinker zu aktivieren und eine Warnweste überzuziehen. Danach sollte die Unfallstelle mit einem Warndreieck abgesichert und der Vorfall der Polizei gemeldet werden, selbst wenn am Fahrzeug kein Schaden entstand. Es ist wichtig, der Polizei auch mitzuteilen, ob das Tier noch lebt oder bereits tot ist. Die Betroffenen sollten dann in sicherem Abstand auf die Ankunft von Polizei oder Jäger warten.
Wichtige Tipps zur Unfallvermeidung
Zusätzlich zur richtigen Vorgehensweise nach einem Unfall gibt es einige präventive Maßnahmen, die die Wahrscheinlichkeit eines Wildunfalls reduzieren können:
- Fahren Sie langsamer in Wildwechselgebieten, insbesondere bei Dämmerung oder in der Nacht.
- Achten Sie auf Wildwechsel-Schilder und bleiben Sie aufmerksam.
- Schalten Sie das Fernlicht aus, wenn Sie Tiere am Straßenrand sehen, um sie nicht zu blenden.
- Seien Sie vorausschauend, da Wildtiere oft in Gruppen unterwegs sind.
- Hupen Sie, um Tiere möglicherweise von der Fahrbahn zu verscheuchen.
Falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Unfall kommt, sollten Autofahrer die Kontrolle über das Fahrzeug behalten und nicht hektisch ausweichen.
Durch die Information der Polizei über solche Unfälle kann eine statistische Erfassung erfolgen, die möglicherweise zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen kann. Die Aufklärung durch die Polizei bezüglich dieser Themen wird als wesentlicher Schritt zur Reduzierung von Wildunfällen angesehen, wie berichtet wird.
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