Bildungsrevolution in Kärnten: Freie Wahl der Mittelschulen für alle!
Neue Regelungen für Kärntens Mittelschulen: Freie Schulwahl soll Bildungsgerechtigkeit fördern und Schulwege erleichtern.

Bildungsrevolution in Kärnten: Freie Wahl der Mittelschulen für alle!
Am 5. Dezember 2025 haben die Bildungsreferenten LR Daniel Fellner und LR Peter Reichmann eine bedeutende Gesetzesänderung für Kärntens Mittelschulen angekündigt. Diese neue Regelung zielt darauf ab, die Bildung in Wohnortnähe zu verbessern und mehr Freiheit für Schülerinnen und Schüler zu schaffen.
Eines der zentralen Elemente der Reform ist die Einführung der freien Wahl bei Mittelschulen, ohne dass Sprengelgrenzen berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass schulpflichtige Kinder innerhalb ihres Pflichtsprengels nicht abgelehnt werden dürfen. Zudem haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auch Schulen außerhalb ihres Sprengels zu besuchen, sofern dort Kapazitäten vorhanden sind. Das erklärte Ziel dieser Maßnahme ist es, den Zugang zu modernen und innovativen Schulkonzepten für alle Kinder zu erleichtern, unabhängig von ihrem Wohnort.
Bildungsgerechtigkeit im Fokus
Reichmann betont, dass mit dieser Regelung nicht nur die Organisation der Schulwege erleichtert wird, sondern auch eine bessere Verteilung der Schüler in den Schulen erreicht werden soll. Durchmischung unter den Schülern könnte somit Chancengerechtigkeit und gemeinsames Lernen fördern. Bildungsgerechtigkeit wird als ein zentrales Ziel definiert: Jedes Kind soll die besten Bildungschancen erhalten, egal wo es lebt.
Diese Reform ist nicht nur lokal relevant. Ein umfassendes Verständnis von Bildungsgerechtigkeit geht weit über die Grenzen von Kärnten hinaus. Bildungsgerechtigkeit betrifft die gleichberechtigte Teilhabe an Bildungsangeboten und zielt darauf ab, Chancengleichheit zu schaffen – unabhängig von sozialer Herkunft, ökonomischer Lage, Geschlecht oder Migrationshintergrund, wie bildungsserver.de beschreibt. Dazu gehört auch die Förderung des Bildungszugangs und ein positiver Bildungsverlauf.
Die Herausforderungen des Bildungssystems
In Österreich stehen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vor besonderen Herausforderungen. Laut schule.at liegen diese im Durchschnitt in wichtigen Fächern wie Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften hinter ihren Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund zurück. Die Leistungsdifferenzen sind über die Jahre hinweg relativ konstant, während sich die Schere in den Naturwissenschaften weiter öffnet.
Die aktuelle Situation zeigt auch, dass etwa die Hälfte der Schüler*innen mit Migrationshintergrund sozioökonomisch benachteiligt ist. Ein hoher Anteil an Migranten in einer Klasse kann zudem größere Herausforderungen für das Bildungssystem mit sich bringen. Jedoch gibt es Beispiele aus anderen Ländern, wie Kanada, die zeigen, dass ein Migrationshintergrund nicht zwangsläufig zu schlechteren Bildungschancen führen muss.
Die geplante Gesetzesänderung in Kärnten könnte positiv zur Verbesserung dieser Rahmenbedingungen beitragen. Durch eine bessere Steuerung der Schulkapazitäten und durch vielfältige Bildungsangebote könnten auch Kinder außerhalb des Einzugsgebiets von attraktiveren und individueller gestalteten Bildungswegen profitieren. Damit sollen auch die grundlegenden Ziele der Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit verstärkt durch die neuen Regelungen unterstützt werden.
Insgesamt zielt die Reform nicht nur darauf ab, die Teilhabe zu verbessern, sondern auch die strukturellen Hürden zu überwinden, die vielen Kindern und Jugendlichen im Bildungssystem begegnen. Denn die Qualität solcher Bildungsangebote und deren Zugänglichkeit ist entscheidend für eine gerechtere Zukunft.