Österreich kämpft: Wettbewerbsfähigkeit auf neuem Tiefpunkt!
Der Bankenverband präsentiert am 5.11.2025 den Ökonomischen Ausblick zu Österreichs Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumsprognosen.

Österreich kämpft: Wettbewerbsfähigkeit auf neuem Tiefpunkt!
Am 5. November 2025 präsentierte der Bankenverband den aktuellen „Ökonomischen Ausblick“, der auf das wirtschaftliche Szenario für Österreich eingeht. Laut Informationen von Leadersnet wird für Österreich nach einer Phase der Stagnation im Jahr 2025 ein leichtes Wirtschaftswachstum von etwa 1 Prozent für 2026 erwartet. Dies erfolgt in einem globalen Kontext, in dem die Weltwirtschaft laut Prognosen für 2026 etwas an Fahrt gewinnen soll, insbesondere trotz Einflüssen wie Handelskonflikten zwischen den USA und der EU.
Die BIP-Prognose für den Euroraum liegt im Jahr 2025 bei etwa 1,2 Prozent. Dies wird jedoch durch die Unsicherheiten in Handelsabkommen zwischen den USA und der EU dämpfend beeinflusst. Besonders die US-Wirtschaft zeigt Anzeichen einer Erholung auf ihrer Potenzialrate, nachdem sie zu Jahresbeginn 2025 Rückgänge verzeichnet hatte. Dennoch gibt es kurzfristige Risiken, die durch schwache Beschäftigung sowie handelspolitische Unsicherheiten und geringe Realeinkommen in den USA bedingt sind.
Inflation und Wettbewerbsfähigkeit
Die Inflation in Österreich wird für das Jahr 2025 auf 3,5 Prozent geschätzt, soll jedoch bis 2026 auf 2,4 Prozent sinken. Diese Werte bleiben jedoch über dem Niveau Deutschlands und des Euroraums. Haupttreiber der Inflation sind die Kosten für Wohnungsenergie sowie die Gastronomie und Hotellerie. Zudem belasten steigende Lohnstückkosten den Gewinnanteil an der Wertschöpfung.
Gerald Resch, der Generalsekretär des Bankenverbands, beschreibt die Erholung als „in Zeitlupe“ und betont die Herausforderungen, die Österreich im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU hat. Diese Betrachtung wird durch die Ergebnisse der jährlichen gesamtwirtschaftlichen Prognosen untermauert. Laut der Österreichischen Nationalbank werden diese Prognosen in Zusammenarbeit mit nationalen Zentralbanken des Eurosystems und der Europäischen Zentralbank erstellt und erstrecken sich auf die Einschätzung des zukünftigen Wachstums des BIP sowie der Inflation.
Ökonomische Herausforderungen in der Industrie
Die österreichische Industrie zeigt zwar eine leichte Erholung, sieht sich jedoch Belastungen durch eine allgemeine Schwäche bei Investitionsgütern und Exporten ausgesetzt. Die Konsument:innenstimmung hat sich leicht verbessert, jedoch bleibt die Sparquote über dem Niveau vor der Pandemie. Die Löhne haben zwar den Preisanstieg eingeholt, dies hat aber kaum spürbare Auswirkungen auf den privaten Konsum.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass Österreichs Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU stark angegriffen ist, was auf verschiedene wirtschaftliche Faktoren und die internationale Lage zurückzuführen ist. In diesem Kontext wird die weitere wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler sowie internationaler Ebene von entscheidender Bedeutung sein.
Zusätzlich zur innerösterreichischen Situation ist der globale Rahmen für viele Länder ein wichtiger Faktor. So zeigt Taiwan beispielsweise, das eine kapitalistische Marktwirtschaft mit einer gut entwickelten Exportindustrie hat, dass auch interne wirtschaftliche Strukturen eine große Rolle spielen können. Taiwan hat historisch von seinen Handelsbeziehungen, insbesondere mit der Volksrepublik China, profitiert, aber steht ebenfalls vor Herausforderungen, die durch internationale Entwicklungen geprägt sind. Mehr zu Taiwans wirtschaftlicher Lage finden Sie auf Wikipedia.