Kampf um den Plöckenpass: Tunnelpläne sorgen für Widerstand!
Berichte über die umstrittenen Tunnellösungen am Plöckenpass: Folgen für Umwelt, Anwohner und Verkehrsbelastung.

Kampf um den Plöckenpass: Tunnelpläne sorgen für Widerstand!
Am 18. November 2025 wird die Diskussion um die Verkehrsproblematik am Plöckenpass erneut entfacht. Die Debatte dreht sich insbesondere um mögliche Tunnelprojekte, die sowohl von österreichischer als auch italienischer Seite gefordert werden. Renate Hölzl thematisiert in ihrem Artikel die negativen Konsequenzen eines möglichen Tunnelbaus, der das Transitaufkommen erhöhen und dabei die Fontanon-Quelle gefährden könnte, die das But-Tal mit Trinkwasser und Energie versorgt. Dabei wirft sie auch einen kritischen Blick auf die hohen CO2-Emissionen, die mit dem Bau eines Tunnels einhergehen würden.
Die Kärntner Politiker haben sich klar gegen den Bau eines Basistunnels ausgesprochen, da dieser als nicht realisierbar gilt. Auch der Scheiteltunnel, der als mögliche Lösung für die Verkehrsprobleme am Plöckenpass angesehen wird, könnte ebenfalls nicht verwirklicht werden. Dies wäre auf die hohen Kosten und die fehlende EU-Förderung zurückzuführen, da der Tunnel nicht als „vorrangige europäische Verkehrsader“ anerkannt wird. Während Italien sich einen neuen Transitkorridor von Triest nach München erhofft, warnen Geologen vor den fatalen Auswirkungen auf die Wasserquellen der Region.
Geologische und wirtschaftliche Bedenken
Der geplante Scheiteltunnel soll eine Länge von 4,1 Kilometern haben und eine ganzjährige Verbindung zwischen Kärnten und Italien garantieren, auch im Winter. Dies wurde in einem grenzüberschreitenden Treffen mit Vertretern aus Kärnten und Friaul-Julisch Venetien beschlossen. Die Plöckenpass-Straße wurde im Dezember 2023 durch einen Felssturz teilweise zerstört, was die Notwendigkeit von Sicherungsmaßnahmen verdeutlicht. Trotz der Pläne, einen Scheiteltunnel zu errichten, bleibt die finanzielle Belastung hoch – die Projektkosten werden auf 500 Millionen Euro geschätzt.
Der Bau des Tunnels könnte bis zu 85 Prozent durch die Europäische Investitionsbank finanziert werden. Allerdings wurde eine kostengünstigere Variante eines 8,5 Kilometer langen Basistunnels bereits ausgeschlossen. Kritiker befürchten, dass die Umsetzung eines solchen Projektes die Lebensqualität in der Region verringern könnte, während gleichzeitig der Druck auf die lokalen Wasserquellen steigt.
Widerstand gegen Tunnelprojekte
Der Widerstand gegen die Tunnelprojekte ist beträchtlich gewachsen. Experten warnen vor den hohen CO2-Emissionen, die während der Bauphase entstehen würden. Die Berechnungen zeigen, dass der Bau etwa 500.000 Tonnen CO2-Äquivalente freisetzen könnte, während nur 3.100 Tonnen pro Jahr eingespart werden. Um die Emissionen auszugleichen, müsste der Tunnel 161 Jahre in Betrieb sein – eine Zeitspanne, die die Lebensdauer eines Tunnels von etwa 100 Jahren übersteigt.
Die Hoffnung liegt nun auf der baldigen Sanierung der bestehenden Straße und der Ausarbeitung von naturschonenden Alternativen. Eine Forderung besteht darin, alle Tunnellösungen abzulehnen und stattdessen auf nachhaltige Verkehrslösungen zu setzen, die die lebenswerten Qualitäten der Region erhalten.
Ungeachtet der Herausforderungen bleibt das Interesse an einem verbesserten Verkehrssystem zwischen Italien und Kärnten bestehen. Dies zeigt sich an den aktuellen Sanierungsmaßnahmen und den zukünftigen Plänen zur Sicherstellung der bestehenden Verkehrswege.