Hochhausbrand in Hongkong: Tragödie fordert 128 Tote – Erschreckende Ursachen!

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Hongkong trauert um die Opfer eines verheerenden Hochhausbrands. Ermittlungen zu Sicherheitsmängeln und Korruption laufen.

Hongkong trauert um die Opfer eines verheerenden Hochhausbrands. Ermittlungen zu Sicherheitsmängeln und Korruption laufen.
Hongkong trauert um die Opfer eines verheerenden Hochhausbrands. Ermittlungen zu Sicherheitsmängeln und Korruption laufen.

Hochhausbrand in Hongkong: Tragödie fordert 128 Tote – Erschreckende Ursachen!

Am Mittwoch, dem 26. November 2025, brach ein verheerender Brand im Wohnkomplex Wang Fuk Court in Tai Po, Hongkong, aus. Die Flammen, die um 14:51 Uhr Ortszeit entzündet wurden, breiteten sich rasch auf sieben der acht 32-stöckigen Gebäude aus. Berichten zufolge fordert die Katastrophe mindestens 128 Todesopfer, während 279 Menschen zeitweise als vermisst galten. Die Rettungsarbeiten, die am Freitag abgeschlossen wurden, offenbarte die Tragödie, die zuvor innerstädtlichen Warnungen über mögliche Brandgefahren unbeachtet ließ. Von den Opfern sind mindestens zwei indonesische Hausangestellte bekannt, darunter weitere Dutzende philippinische Arbeitskräfte, von denen 19 weiterhin vermisst werden. Ganz zu schweigen von den 700 Bewohnern, die in Notunterkünfte umgesiedelt werden mussten.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die möglichen Ursachen des Feuers, insbesondere die Verwendung von Bambusgerüsten und Kunststoffnetzen, die als Brandbeschleuniger gelten. In Hongkong sind Bambusgerüste, bekannt für ihre kostengünstige Anwendung in Renovierungsprojekten, weit verbreitet. Allerdings kann ihre Brennbarkeit in Kombination mit anderen Materialien das Risiko einer schnellen Feuerverbreitung deutlich erhöhen. Die Brandgefahr wird durch die Bauweise der Gerüste, die als Brandbrücken und Kamineffekte fungieren, verstärkt. Diese Umstände führten dazu, dass das Unglück als die schlimmste Brandkatastrophe seit 1948 gilt.

Feuermelder und Sicherheitsmaßnahmen

Besonders bedenklich ist das Versagen der Feuermelder in der Wohnanlage mit über 4.600 Bewohnern, deren Funktionalität kaum gegeben war. Bedenken wurden bereits im September 2024 laut, um die möglichen Brandgefahren und die Entflammbarkeit der, als grüne Schutznetze bezeichneten, Materialien an den Bambusgerüsten zu thematisieren. Trotz gemeldeter Beschwerden vom Vorjahr, bescheinigte das Arbeitsministerium der Stadt das Risiko als „relativ gering“. Nun zeigt sich, wie wichtig ausreichende Brandschutzmaßnahmen sind.

Regierungschef John Lee hat einen Hilfsfonds in Höhe von 300 Millionen Hongkong-Dollar (ca. 33 Millionen Euro) angekündigt, um den Überlebenden und den betroffenen Familien finanzielle Unterstützung zu bieten. Zudem wurden drei Männer einer Baufirma wegen fahrlässiger Tötung festgenommen, während Durchsuchungen bei der renommierten Prestige Construction Beweismittel wie Ausschreibungsunterlagen und Computer ergaben.

Brandschutzmaßnahmen im Fokus

Angesichts dieser Tragödie wird ein grundlegendes Umdenken in der Baupolitik gefordert. Der Umstieg von Bambus- auf Stahlgerüste zur Verbesserung der Feuersicherheit wird bereits diskutiert. Brandschutz gilt nicht nur als eine gesetzliche Vorgabe, sondern als integraler Bestandteil des Bauens. Der Brandschutzleitfaden für öffentliche Gebäude, herausgegeben vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, bietet umfassende Informationen zu den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, die auch für Hongkong von Bedeutung sein könnten. Dieser Leitfaden unterstützt staatliche Bauverwaltungen und Fachplaner in der Akzeptanz und Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen.

In der Folge des Unglücks wird die Öffentlichkeit auch dazu aufgerufen, sich mehr mit der Sicherheit ihrer Wohn- und Arbeitsumgebungen auseinanderzusetzen. Vorhandene Brandschutzkonzepte, die in vielen Gebäuden fehlen, müssen überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden, um die Gefahren eines Brandes zu minimieren. Das Unglück in Hongkong stehe somit nicht nur als tragisches Ereignis, sondern auch als mahnendes Beispiel für die Notwendigkeit strenger Sicherheitsvorkehrungen im Bauwesen.