Am 7. Oktober 2025 fand im Landtagssitzungssaal in St. Pölten die feierliche Überreichung der Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich statt. Insgesamt wurden 44 Auszeichnungen vergeben, darunter 32 Ehrenzeichen für Verdienste, zwei Rettungsmedaillen, eine Ehrenmedaille des Landes Niederösterreich und mehrere Berufstitel. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bezeichnete die Ehrenzeichen-Überreichungen als „wunderbare Tradition“ und würdigte das Engagement der Geehrten in herausfordernden Zeiten.

Mikl-Leitner hob in ihrer Ansprache die Bedeutung von Dankbarkeit für die besonderen Leistungen hervor, die zur Stärkung und Wohlfahrt Niederösterreichs beitragen. Sie betonte, dass Niederösterreich ein starkes und wohlhabendes Land sei, das im internationalen Ranking den 17. Platz unter den reichsten Ländern der Welt einnimmt. Besonders positiv hob sie die höchste Kaufkraft im Bundesländer-Vergleich sowie das hervorragende Gesundheitssystem und das soziale Netz hervor.

Bedeutende Herausforderungen

In ihrer Rede ging Mikl-Leitner auch auf die aktuellen globalen Krisen ein, wie den Konflikt in der Ukraine sowie die unsichere wirtschaftliche Lage und die Herausforderungen des Klimawandels. Angesichts dieser Herausforderungen kündigte sie eine Aufgabenreform in der Landesverwaltung an, um die Effizienz zu steigern. Zudem soll ein „NÖ Deregulierungsgesetz“ die Entrümpelung von 33 Landesgesetzen vorantreiben, ohne jedoch Einsparungen in den Bereichen Gesundheit und Kinderbetreuung vorzunehmen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Entwicklung des Gesundheitsplans 2040+, der eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherstellen soll. Dazu gehört auch eine Kindergarten- und Kinderbetreuungsoffensive, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Mikl-Leitner betonte den Wert von Spitzenleistungen in Niederösterreich im Rahmen der Initiative „Mission Nobelpreis“. Das Ziel dieser Initiative sei es, die beste Zukunft für die Kinder des Landes zu sichern.

Auszeichnungen und Danksagungen

Der Zentrale Dank der Ausgezeichneten wurde von DDr. Christoph Thun-Hohenstein überbracht, der Niederösterreich als vorbildliches Bundesland bezeichnete. In Anerkennung seiner Verdienste gratulierte Mikl-Leitner ihm zum „Silbernen Komturkreuz“ und würdigte auch Dr. Markus Klamminger mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen“. Zudem erhielt Philipp Kaider die Ehrenmedaille des Landes Niederösterreich für seine herausragenden sportlichen Erfolge.

Das Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen in diesem Bereich, gleich nach dem Ehrenring des Landes. Die Vergabe dieser Ehrungen erfolgt auf Grundlage des Landesgesetzes von 1974 und wird durch die niederösterreichische Landesregierung geregelt. Die Auszeichnung umfasst zwölf Stufen mit unterschiedlichen Insignien.