Am 7. Oktober 2025 fand im Sitzungssaal des NÖ Landtags in St. Pölten eine feierliche Ehrenzeichen-Überreichung statt, die von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner geleitet wurde. Diese Veranstaltung zielt darauf ab, Personen, die sich in besonderem Maße um das Bundesland Niederösterreich und die Republik Österreich verdient gemacht haben, zu ehren und deren Engagement zu würdigen. Ingesamt wurden 44 Auszeichnungen an herausragende Persönlichkeiten überreicht, darunter 32 Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, zwei Rettungsmedaillen und eine Ehrenmedaille des Landes Niederösterreich. Zudem erhielten sechs Begünstigte Berufstitel und es wurden zwei Bundes-Ehrenzeichen verliehen.

Mikl-Leitner, die die Ehrungen als „wunderbare Tradition“ bezeichnete, hob in ihrer Ansprache die Bedeutung von Dankbarkeit für besondere Leistungen hervor. Sie betonte, dass das gesellschaftliche Engagement in herausfordernden Zeiten besonders notwendig sei, insbesondere im Kontext globaler Krisen wie dem Krieg in der Ukraine und den Unsicherheiten der weltweiten Wirtschaftslage. Diese Herausforderungen erfordern ein starkes und sicheres Niederösterreich, das nicht nur aushalten, sondern auch florieren möchte.

Bedeutung der Auszeichnungen

Die verliehenen Ehrenzeichen sind nicht nur eine Würdigung des individuellen Beitrags zur Gesellschaft, sondern auch eine Anerkennung der kollektiven Anstrengung vieler Menschen in Niederösterreich. DDr. Christoph Thun-Hohenstein, einer der Ausgezeichneten, dankte im Namen aller Geehrten und bezeichnete Niederösterreich als vorbildliches Bundesland. Mikl-Leitner gratulierte ihm zu seinem „Silbernen Komturkreuz“ ebenso wie Dr. Markus Klamminger, der das „Große Goldene Ehrenzeichen“ erhielt. Außerdem wurde die Ehrenmedaille des Landes Niederösterreich an Philipp Kaider für seine sportlichen Erfolge verliehen.

Das Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, das in der Veranstaltung im Fokus stand, ist die bedeutendste Anerkennung des Landes, die sich an die Verdienste der Geehrten anschließt. Die Vergabe erfolgt gemäß dem „Landesgesetz über das Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ von 1974 und stellt eine hohe Auszeichnung dar, die mit verschiedenen Insignien wie Kreuzen, Sternen und Medaillen verbunden ist, unter anderem rosafarbene und blaugoldene Bänder.

Zukunftsperspektiven für Niederösterreich

Im Rahmen ihrer Rede sprach Mikl-Leitner auch über zukünftige Vorhaben zur Weiterentwicklung des Bundeslandes, wie die geplante „NÖ Deregulierungsgesetz“, das darauf abzielt, 33 Landesgesetze zu entrümpeln und zu straffen, ohne Einsparungen in den Bereichen Gesundheit und Kinderbetreuung vorzunehmen. Ein Gesundheitsplan 2040+ wird entwickelt, um eine umfassende Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Zudem wird es eine Kindergarten- und Kinderbetreuungsoffensive geben, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern soll.

Die landespolitischen Maßnahmen und die Auszeichnungen sollen sicherstellen, dass Niederösterreich auch in Zukunft ein lukrativer und lebenswertes Bundesland bleibt, das die besten Voraussetzungen für kommende Generationen bietet. Die Vision einer „Mission Nobelpreis“ zur Förderung von Spitzenleistungen und innovativen Köpfen zeigt den ambitionierten Anspruch, eine herausragende Zukunft für die Kinder des Landes zu gestalten.