Ehrenamtliche Niederländer sanieren alpine Wege: Ein Beitrag gegen den Klimawandel!
Ehrenamtliche Helfer aus den Niederlanden unterstützen den Alpenverein bei der Wegesanierung in den österreichischen Alpen.

Ehrenamtliche Niederländer sanieren alpine Wege: Ein Beitrag gegen den Klimawandel!
Der Alpenverein steht vor erheblichen Herausforderungen, die durch den Klimawandel und die damit verbundenen Wetterextreme verstärkt werden. Heute, am 29. August 2025, berichtet Dolomitenstadt, dass der Verein auf Unterstützung aus den Niederlanden setzt, um die notwendigen Instandhaltungsarbeiten an alpine Wegen in Österreich voranzutreiben. Diese Initiative beinhaltet die Mitwirkung von ehrenamtlichen Helfern des Niederländischen Kletter- und Bergsportvereins (NKBV), die erstmals nach Österreich reisen, um hier aktiv an der Wegesanierung zu arbeiten.
Die freiwilligen Helfer sind in Regionen wie Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Tirol tätig und arbeiten an der Instandhaltung beschädigter Wanderwege. Marco Gabl, Projektverantwortlicher im Alpenverein, hebt den signifikanten Wert des Erfahrungsaustausches hervor: „Wir hoffen, dass diese Initiative mehr Menschen dazu motiviert, sich als Wegewarte zu engagieren.“ Das Finden neuer Ehrenamtlicher gestaltet sich zunehmend schwierig, und der Verein sieht in diesem Projekt eine Möglichkeit, eine positive Signalwirkung zu erzielen.
Einblick in die Herausforderungen
Eine der zentralen Aufgaben besteht darin, die Folgen des Klimawandels für die Wegearbeit aufzuzeigen. Starkregen, Steinschläge und die Auswirkungen des Gletscherrückgangs haben die Bedingungen auf den Wegen verschlechtert. Laut Alpenverein betreffen diese klimatischen Veränderungen nicht nur die Wege, sondern auch die Alpenvereinshütten. Schäden am Wegenetz haben in den letzten Jahren zugenommen, und häufig ist es notwendig, Wege zu verlegen anstatt sie nur zu sanieren.
Die Belastungen durch die klima- und wetterbedingten Herausforderungen sind vielfältig. Beispiele sind die Schäden an Hüttenfundamenten durch häufige starke Regenfälle oder die Belastungen durch Wassermangel im Sommer, die sogar die Funktion der Kleinwasserkraftwerke beeinträchtigen. Dies könnte zu einem eingeschränkten Angebot in den Hütten führen, einschließlich einer Reduktion der Gerichte auf den Speisekarten und Schwierigkeiten beim Aufladen elektrischer Geräte.
Fünf ehrenamtliche Teams, bestehend aus vier bis zehn Mitgliedern, arbeiteten eine Woche lang eng mit verschiedenen Alpenvereinssektionen zusammen, darunter Obergailtal-Lesachtal, Steyr, Lungau und Hall in Tirol. Tim van der Linden, ein Vertreter vom NKBV, beschreibt die Erfahrung: „Die Helfer konnten wertvolle Einblicke in die Wegeinstandhaltung gewinnen und verstehen, wie wichtig diese Arbeit für den Erhalt der alpinen Infrastruktur ist.“
Zukunftsaussichten
Angesichts der fortschreitenden Klimafolgen wird eine Umwandlung bestehender Wanderwege in alpine Routen immer wahrscheinlicher. Dies könnte bedeuten, dass einige Routen weniger gepflegt werden oder nur eingeschränkt zugänglich sind, was hohe Anforderungen an Wanderer stellt. Der Alpenverein plant langfristig Maßnahmen, um diesen Herausforderungen begegnen zu können und hält eine Klimaneutralität bis 2030 für erstrebenswert.
Die niederländischen Helfer haben bereits Pläne, im nächsten Jahr erneut nach Österreich zu kommen, was einen positiven Ausblick auf die Fortführung dieser wichtigen Initiative gibt. Um die ehrenamtliche Mitarbeit langfristig zu fördern, sind die Verantwortlichen aufgefordert, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen und ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Wegearbeit zu stärken. Nur so kann die alpine Infrastruktur auch in Zukunft erhalten bleiben.