Schockraum weg: Ärzte schlagen Alarm im Wiener Lorenz Böhler Spital!

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Ärzte schlagen Alarm über den Wegfall des Schockraums im Lorenz Böhler Spital in Wien. Geplante Umstrukturierungen sorgen für Unruhe.

Ärzte schlagen Alarm über den Wegfall des Schockraums im Lorenz Böhler Spital in Wien. Geplante Umstrukturierungen sorgen für Unruhe.
Ärzte schlagen Alarm über den Wegfall des Schockraums im Lorenz Böhler Spital in Wien. Geplante Umstrukturierungen sorgen für Unruhe.

Schockraum weg: Ärzte schlagen Alarm im Wiener Lorenz Böhler Spital!

Im Brigittenau, im 20. Bezirk von Wien, sorgt die geplante Umstrukturierung des Lorenz Böhler Spitals für Besorgnis unter Fachkräften und der Ärztekammer. Geplant ist die Ausstattung des Unfallspitals mit drei Operationssälen, zwei Normalstationen mit insgesamt 56 Betten, vier Intensivbetten und sechs Tagesklinikplätzen. Allerdings fällt der Schockraum im Neubau des Modulgebäudes weg, was die Ärzte alarmiert. Stattdessen wird ein Akut-Interventionsraum mit direkter CT-Anbindung eingerichtet.

Der Vizepräsident der Ärztekammer, Eduardo Maldonado-González, erhebt ernste Bedenken zu dieser Entscheidung und bezeichnet den Wegfall des Schockraums als „gefährliches Downgrading“. Er verweist auf einen tragischen Vorfall in Oberösterreich, in dem eine Patientin nach mehreren Abweisungen in verschiedenen Krankenhäusern verstarb. Er und andere Experten fordern eine sofortige, interdisziplinäre Versorgung für Schwerverletzte, um ähnliche Tragödien zu verhindern.

Kritik und Unruhe unter den Ärzten

Die Unruhe unter dem Personal des Lorenz Böhler Spitals ist spürbar. Ärzte fordern dringend Klarheit und Transparenz über die Betriebsvereinbarung. Wichtige Aspekte, die hier angesprochen werden, sind das verpflichtende Teamsystem, die Mindestbesetzung der Dienstmannschaft sowie die Präsenz in der Anästhesie. Die bauliche Fertigstellung des Modulbaus ist für Mitte 2026 angesetzt, so dass sich die Erwartungen an die Strukturen in der Notfallmedizin weiter steigern.

Die AUVA betont jedoch, dass der neue Akutraum technisch bestens ausgestattet sei. Dennoch bleibt die Ärztekammer skeptisch: Ohne die vorhandenen Schockräume sei die nachhaltige, zukunftsfähige Versorgung von Schwerstverletzten nicht gewährleistet.