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Am Montagabend, den 07.01.2025, kam es in Berlin-Neukölln, im Ortsteil Britz, zu einem Einsatz der Polizei, nachdem Anwohner schussartige Geräusche in der Marientaler Straße meldeten. Diese wurden in Verbindung mit einem lautstarken Streit wahrgenommen. Bei Eintreffen der Beamten hatten sich die Streitenden bereits entfernt, jedoch fanden die Einsatzkräfte Projektile und Einschusslöcher in einer Mauer.
Wie rbb24 berichtete, entdeckte die Polizei in der Nähe des Tatorts mehrere scharfe Schusswaffen und Messer. Zwei Personen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht: ein 44-Jähriger mit einer Platzwunde am Kopf und ein 33-Jähriger mit einer Stichverletzung im Oberkörper. Ermittlungen ergaben, dass die Verletzten möglicherweise in den Vorfall verwickelt sind. Mitglieder einer polizeibekannten Großfamilie, die der Clan-Kriminalität zugeordnet wird, waren ebenfalls in der Nähe.
Polizei ermittelt
Die Gewerkschaft der Polizei setzte einen Fokus auf die gewaltsamen Konflikte, die häufig im Bereich der Organisierten Kriminalität auftreten. Während des Polizeieinsatzes wurde die Marientaler Straße zwischen Buschkrugallee und Haarlemer Straße bis zum frühen Dienstagmorgen für Ermittlungen gesperrt. Ermittler fanden keine Hinweise auf weitere verletzte Personen durch Schüsse.
Ein weiterer Bericht von Berliner-Kurier schloss auf die Möglichkeit eines mutmaßlichen Clantreffens. Zeugen berichteten von einem etwa 1,90 Meter großen Mann, der in einer schwarzen Wellensteyn-Jacke mit einer Schusswaffe auf eine Gruppe feuerte und anschließend in Richtung Leidener Straße flüchtete. Die anschließenden Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg, während vor Ort mehrere Fahrzeuge kontrolliert und Spannungen zwischen Clan-Mitgliedern und der Polizei gemeldet wurden.
Bei der Durchsuchung eines Fahrzeugs wurden mutmaßliche Waffen, einschließlich einer Machete, sichergestellt. Auch dessen umgebene Szenarien erforderten den Einsatz von Diensthunden und die Unterstützung der Kriminaltechnik zur Sicherung von Spuren, unter anderem Patronenhülsen. Die Hintergründe des Vorfalls sind derzeit noch unklar und werden von einem Fachkommissariat der Polizei untersucht.
- Übermittelt durch West-Ost-Medien
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