ÄrzteDeutschlandEuropaWien

Kämpfer gegen Genitalverstümmelung: Ein Aufruf zur Solidarität!

Am 6. Februar 2025 wird auf das erschreckende Thema der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) aufmerksam gemacht, das weltweit über 230 Millionen Mädchen und Frauen betrifft. Laut der Organisation Terre de Femmes ist in Somalia nahezu jede Frau von dieser grausamen Praxis betroffen. Auch in Europa gibt es alarmierende Berichte über Genitalverstümmelungen, die an Migrantinnen durchgeführt werden. Marlene Keller von Terre de Femmes erklärte, dass ihre Organisation Hinweise von Jugendämtern und Fachkräften erhält. Zudem werden Mädchen häufig in ihre Herkunftsländer gebracht, um dort verstümmelt zu werden. Die Diskussion um die Strafbarkeit dieser Taten ist ebenfalls von großer Bedeutung; sogar wenn die Verstümmelung im Ausland erfolgt, kann sie in Deutschland verfolgt werden, wie Deutschlandfunk berichtete.

Forderungen nach Aufklärung und rechtlichen Maßnahmen

Während die Stadt Wien Handlungsempfehlungen für Ärzte veröffentlicht hat, um den Umgang mit betroffenen Frauen zu verbessern, bleibt die Situation in verschiedenen Ländern unterschiedlich. In Niger, wo FGM 2003 unter Strafe gestellt wurde, ist die Anzahl der betroffenen Frauen auf nur noch zwei Prozent gesunken. In Gambia hingegen gab es im vergangenen Jahr Proteste gegen den geplanten Abbau von Verboten, da einige Bürger die Praktik mit „religiöser Reinheit“ und kulturellen Normen rechtfertigen. Petra Bayr, die außenpolitische Sprecherin der SPÖ, fordert mehr Unterstützung für Betroffene und ruft zu verpflichtenden Schulungen für Fachpersonal auf. Meri Disoski, die Sprecherin der Grünen für Frauen- und Außenpolitik, betont, dass genitalverstümmelung eine schwere Menschenrechtsverletzung darstellt, die entschieden bekämpft werden muss, so Krone.

Diese Thematik ist nicht nur ein internationales Problem, sondern auch eine grausame Realität in Österreich, wo rund 11.000 Frauen von Genitalverstümmelung betroffen sind, davon allein 6.300 in Wien. Die Aufklärungsarbeit innerhalb betroffener Gemeinschaften wird als entscheidend erachtet, um dem Anstieg der Fälle entgegenzuwirken und um sicherzustellen, dass Frauen und Mädchen vor diesem Verbrechen geschützt werden.

Kurze Werbeeinblendung

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Sexualdelikte
In welchen Regionen?
Somalia, Europa, Wien, Deutschland
Genauer Ort bekannt?
Wien, Österreich
Beste Referenz
krone.at
Weitere Quellen
deutschlandfunk.de

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"