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In Österreich fühlen sich viele Haushalte von den ORF-Beiträgen überfordert. Bis zu 20 Euro pro Monat, also bis zu 240 Euro jährlich, müssen die Bewohner für die dafür zuständige Abgabe zahlen, wie 5 Minuten berichtet. Dies führt zu einem Anstieg an Anfragen bei Arbeiterkammern, insbesondere in Kärnten und Wien, wo viele Menschen verwirrt sind über doppelte Vorschreibungen und lange Bearbeitungszeiten für Befreiungsanträge. Laut Herwig Höfferer von der AK Kärnten gibt es häufig Probleme, weil die Konsumenten oft Mahnschreiben erhalten, obwohl sie eine Befreiung beantragt haben. Dies sorgt nicht nur für Stress, sondern zeigt auch Mängel im Kundenservice der ORF Beitrags Service GmbH (OBS), die bisher auf eine Stellungnahme nicht reagierte.
Steigende Betriebskosten als weitere Belastung
Zusätzlich zur finanziellen Belastung durch die ORF-Beiträge, sind auch steigende Betriebskosten ein großes Thema. Laut ktn.gv.at hat die Arbeiterkammer Kärnten, gefördert durch das Land Kärnten, 2300 Personen beim kostenlosen Betriebskostencheck im letzten Jahr beraten – ein Anstieg von 44 Prozent gegenüber 2022. Die steigenden Wohnkosten führen zu Verwirrung und finanziellen Sorgen. AK-Wohnrechtsexperte Michael Tschamer erklärte, dass viele Mieter mit hohen Nachzahlungen von mehreren hundert Euro konfrontiert sind, da oft auch alte Forderungen in neuen Abrechnungen auftauchen. Dabei bleibt es nicht aus, dass die Mieter in rechtlichen Grauzonen navigieren müssen, was weiteren Stress und Unsicherheit verursacht.
Die Situation ist für viele belastend und zeigt, dass es sowohl beim ORF-Beitrag als auch bei den Heizkostenabrechnungen dringenden Handlungsbedarf gibt. Der Wunsch nach einem neuen Universalmietrecht und einer fairem Mietkostensenkung wird immer lauter, wie von Gaby Schaunig, der Wohnbaureferentin des Landes Kärnten, betont wurde.
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